Foto: Christian Schütz/ UKS
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Kino, das zum Gespräch einlädt, statt nur zu unterhalten: Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg öffnet im November gleich zweimal die Türen des Großen Hörsaals für kostenlose Filmabende. Am 5. und am 18. November läuft jeweils ab 19 Uhr ein Film, an den sich eine offene Diskussionsrunde anschließt. Der Eintritt ist frei, und wer es sich gemütlich machen möchte, darf ein eigenes Sitzkissen mitbringen.

Beide Termine sind Teil des 17. Europäischen Filmfestivals der Generationen, an dem sich das UKS erneut beteiligt. Organisiert hat die Abende die evangelische Klinikseelsorgerin Reinhild Burgdörfer, im Auftrag des Klinischen Ethikkomitees und gemeinsam mit dem Homburger Unikino. Ihr Anliegen ist klar formuliert: „Wir möchten Alt und Jung zusammenbringen, gemeinsam gesellschaftlich relevante Filme schauen und anschließend über diese sprechen.“

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Das Angebot richtet sich bewusst an ein breites Publikum. „Ob Studierende, Beschäftigte auf dem Campus oder die interessierte Öffentlichkeit – wir freuen uns über jede Besucherin und jeden Besucher, alle sind herzlich willkommen!“, sagt Burgdörfer. Die Filmauswahl kreist in diesem Jahr vor allem um das Älterwerden und die Frage, wie die Gesellschaft mit dem Altern umgeht.

Den Auftakt macht am Donnerstag, 5. November 2026, die iranische Tragikomödie „Ein kleines Stück vom Kuchen“ aus dem Jahr 2024. Im Zentrum steht die 70-jährige Mahin, die nach dem Tod ihres Mannes und dem Wegzug ihrer Tochter nach Europa allein in Teheran lebt. Beim Nachmittagstee mit Freundinnen reift bei ihr der Wunsch, dem einsamen Alltag zu entfliehen und ihr Liebesleben neu zu beleben. Die zufällige Begegnung mit dem gleichaltrigen Taxifahrer Faramarz führt schließlich zu einer überraschenden Nacht. Über den Iran, die Kultur und ihre eigenen Geschichten sprechen danach PD Dr. Nasenien Nourkami-Tutdibi, Sadaf Rezaei und Dorna Hogeabri, die am UKS arbeiten, forschen beziehungsweise studieren.

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Am Mittwoch, 18. November 2026, folgt „Heldin“ aus dem Jahr 2025. Der Film erzählt von Floria, einer erfahrenen Pflegefachfrau in der Chirurgie eines Schweizer Krankenhauses. Normalerweise hat sie selbst in höchster Hektik ein offenes Ohr für ihre Patientinnen und Patienten. Doch als während einer Spätschicht auf der voll belegten Station eine Kollegin ausfällt, gerät ihre Routine ins Wanken – und ein verhängnisvoller Fehler droht die Schicht völlig aus dem Ruder laufen zu lassen. Für das anschließende Gespräch stehen die Intensivpflegefachkräfte Petra Nihalani und Torsten Halter sowie der Pflegewissenschaftler Lukas Bonner bereit.

Dass der Austausch nach der Vorführung fester Bestandteil des Konzepts ist, hat System: Das Festival versteht die Filme als Gesprächsanlass, nicht als bloße Unterhaltung. Noch bis Ende November läuft die 17. Ausgabe in über 150 Städten und Gemeinden in ganz Deutschland, mit insgesamt 39 Filmen in 370 Vorstellungen. Die Spiel- und Dokumentarfilme widmen sich zukunftsrelevanten Themen wie dem demografischen Wandel, Altersbildern, Nachhaltigkeit sowie Krieg und Migration – und sollen so den Dialog zwischen den Generationen in Schwung bringen. Weitere Informationen gibt es unter www.festival-generationen.de.

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