Rauchen wird in Deutschland deutlich teurer. Nachdem der Bundestag am Vortag grünes Licht gegeben hatte, passierte die Erhöhung der Tabaksteuer am 16. Oktober 2026 auch die Länderkammer. Damit ist der Weg frei für eine der spürbarsten Preissteigerungen, die Raucherinnen und Raucher seit Jahren erwartet.
Herzstück des Gesetzes ist eine gestaffelte Anhebung, die sich über vier Jahre erstreckt. Schon 2027 fallen für Zigaretten 14,34 Cent pro Stück an, hinzu kommen 21,05 Prozent des Verkaufspreises. Bis 2030 klettert dieser Betrag auf 18,57 Cent je Zigarette, während der prozentuale Anteil unverändert bleibt.
Was das konkret bedeutet, lässt sich an der Ladentheke ablesen. Eine durchschnittliche Packung dürfte im Jahr 2030 bei rund 12 Euro liegen. Das sind knapp vier Euro mehr, als Konsumenten derzeit bezahlen. Die Belastung trifft dabei nicht nur klassische Zigaretten.
Auch geschnittener Tabak und die Liquids für E-Zigaretten werden stärker besteuert. Für Zigarren, Zigarillos sowie Pfeifen- und Shisha-Tabak greift die Erhöhung ebenfalls, allerdings mit etwas Verzögerung erst ab dem 1. März 2027. Die Staffelung soll eine sachgerechte Unterscheidung zwischen den verschiedenen Produktgruppen ermöglichen.
Für die öffentlichen Kassen verspricht die Reform einen kräftigen Schub. Bereits im kommenden Jahr rechnet der Bund mit zusätzlichen Einnahmen von 11,824 Milliarden Euro. Doch es geht der Bundesregierung nach eigener Darstellung nicht allein ums Geld.
Neben den höheren Steuereinnahmen soll das Gesetz vor allem Planungssicherheit für künftige Haushalte schaffen und zugleich die Steuergerechtigkeit wahren. Als weiteres Ziel nennt die Gesetzesbegründung ausdrücklich den Schutz der öffentlichen Gesundheit. Die Maßnahme stehe im Einklang mit dem Vorhaben, die Raucherquote bei Jugendlichen wie Erwachsenen zu senken.
Formal sind damit alle Hürden genommen. Das Gesetz kann nun ausgefertigt und verkündet werden. In Kraft tritt es am Tag nach seiner Verkündung.




















