Foto: MASFG/C.Berstecher
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In Saarlouis stellen sich die beiden Krankenhäuser der Stadt für die Zukunft neu auf. Die DRK gemeinnützige Krankenhausgesellschaft Saarland und die Marienhaus Kliniken GmbH haben am Mittwoch gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium vorgestellt, wie ihre Zusammenarbeit künftig konkret aussehen soll. Kern des Vorhabens: Doppelstrukturen abbauen, Profile schärfen und die Versorgung vor Ort langfristig sichern.

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich beide Träger auf eine engere Abstimmung verständigt. Nun folgt die Umsetzung. „Die saarländische Landesregierung setzt sich mit höchster Priorität für eine wohnortnahe, flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung ein“, betonte Gesundheitsminister Jung auf der Pressekonferenz. Die Zusammenarbeit sichere die Versorgungsstruktur, indem Doppelstrukturen wegfielen und beide Häuser sich gezielt spezialisierten.

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Beide Kliniken liegen unweit voneinander und arbeiten schon heute eng zusammen. Künftig werden die Aufgaben klarer verteilt. Ab 2028 wird das Marienhaus Klinikum St. Elisabeth der einzige Anbieter geburtshilflicher Leistungen in Saarlouis sein. Geplant ist dort zugleich eine spezialisierte Einrichtung für Risikoschwangere, Frühgeborene und kranke Neugeborene sowie der Ausbau der pädiatrischen und kinderchirurgischen Versorgung mit einem neuen Perinatalzentrum der Stufe Level 2.

Das Krankenhaus Saarlouis vom DRK übernimmt im Gegenzug die übrigen Bereiche der Frauenheilkunde. Dort werden künftig die Allgemeine Frauenheilkunde, die Urogynäkologie, die Gynäkologische Onkologie und die Senologie gebündelt, einschließlich der für Zertifizierungen nötigen Prozesse und Kooperationsstrukturen. Zusätzlich baut das DRK-Haus die neurologische Frührehabilitation der Phase B auf. Damit soll die Kette von der Schlaganfallversorgung über die Behandlung bis zur Reha aus einer Hand abgebildet werden. Die zertifizierte Stroke Unit am Marienhaus Klinikum bleibt bestehen.

Darüber hinaus prüfen beide Träger, ihre onkologische Arbeit standortübergreifend zu verzahnen. Denkbar ist eine gemeinsame Zertifizierung beider Häuser als Onkologisches Zentrum im Rahmen eines abgestimmten Strukturkonzepts.

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„Mit der geplanten Zentralisierung der Geburtshilfe schaffen wir die Voraussetzungen, die geburtshilfliche Versorgung langfristig auf hohem Qualitätsniveau und mit Versorgungssicherheit aufzustellen“, erklärte Anke Klauck, Geschäftsführerin der Marienhaus Kliniken GmbH. Besonders wichtig sei die enge Verbindung mit der pädiatrischen und kinderchirurgischen Versorgung, die sich an einem Standort optimal verknüpfen lasse. Mit der Level-2-Versorgung entstehe ein spezialisiertes Angebot, das die Bedeutung des Hauses für Stadt und Region weiter stärke.

Matthias Adler von der DRK-Seite sieht in der Neuordnung langfristige Vorteile für Patientinnen und Patienten. In der Onkologischen Gynäkologie habe der DRK-Standort mit seinen zertifizierten Organzentren der Deutschen Krebsgesellschaft schon heute überregionale Bedeutung. Mit der Frührehabilitation der Phase B werde man künftig die komplette neurologische Versorgungskette abbilden, von der Akutbehandlung bis zur Nachsorge.

Minister Jung dankte allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit der vergangenen Monate. Ihm sei besonders wichtig gewesen, dass die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewahrt und diese im weiteren Prozess eng eingebunden würden. Die getroffenen Vereinbarungen gelten als wichtiger Schritt. Beide Träger prüfen bereits, in welchen weiteren Bereichen der Versorgung in Saarlouis eine Zusammenarbeit sinnvoll sein könnte.

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