Foto: FC 08 Homburg
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Der FC 08 Homburg hat seine englische Woche mit einem verdienten Auswärtssieg abgeschlossen. Bei der U21 von Eintracht Frankfurt setzte sich die Mannschaft von Roland Seitz vor 749 Zuschauern mit 2:1 durch. Fußballerisch war es nicht der große Glanzauftritt – dafür zeigte sich der FCH in den entscheidenden Situationen abgeklärt, verteidigte über weite Strecken konzentriert und nutzte seine Möglichkeiten besser als der spielstarke Aufsteiger.

Seitz vertraute dabei derselben Anfangsformation wie beim 2:1 gegen Kaiserslautern II. Und anders als zuletzt häufiger musste Homburg diesmal keinem Rückstand hinterherlaufen. Bereits in der sechsten Minute entschied Schiedsrichter John Bender nach einem Handspiel auf Elfmeter. Hilal El-Helwe übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 0:1.

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Die Führung tat dem FCH gut, änderte aber wenig daran, dass Frankfurt in der ersten Hälfte mehr vom Spiel hatte. Die junge Eintracht lief hoch an, kombinierte schnell und zwang Homburg immer wieder in die Defensive. Michael Gelt musste bereits in der zehnten Minute erstmals ernsthaft eingreifen, wenig später parierte er auch gegen Nico Ochojski. Nach einem Freistoß von Marvin Dills rettete zudem das Aluminium für die Grün-Weißen.

Homburg versuchte gar nicht erst, Frankfurt in einen offenen spielerischen Schlagabtausch zu verwickeln. Der FCH stand kompakt, arbeitete gegen den Ball und suchte nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne. Gerade diese Mischung aus Erfahrung und Cleverness machte an diesem Nachmittag einen Unterschied. Birkan Çelik hätte einen solchen Umschaltmoment in der 33. Minute beinahe zum zweiten Treffer genutzt, scheiterte aber am Frankfurter Torhüter.

Roland Seitz räumte nach dem Spiel offen ein, dass die erste Hälfte keineswegs problemlos verlaufen war. „Der Gegner hat hoch angeschoben, hat uns hoch angelaufen. Das war auch nicht so ganz einfach.“ Die eigenen Umschaltmöglichkeiten habe man zunächst nicht sauber genug ausgespielt. Entscheidend sei aber gewesen: „Trotzdem haben wir es erstmal gut verteidigt.“ 

Dass der FCH mit der Führung in die Kabine ging, war durchaus auch mit dem nötigen Spielglück verbunden. Seitz sprach in der Pressekonferenz selbst davon, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit „sehr, sehr glücklich“ mit dem 1:0 gewesen sei. Frankfurt hatte mehr Ballbesitz und die besseren Möglichkeiten – belohnte sich dafür aber nicht. 

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Nach der Pause änderte sich das Bild. Homburg kam wesentlich entschlossener aus der Kabine und zeigte nun auch mit dem Ball, warum Seitz seiner Mannschaft offensiv einiges zutraut. El-Helwe traf mit einem sehenswerten Seitfallzieher die Latte, nur wenige Minuten später setzte Nicolas Andermatt einen Freistoß ans Lattenkreuz. Zwei dicke Möglichkeiten innerhalb kürzester Zeit.

Auch Frankfurt hatte Aluminiumpech: Collin Owusu Etse köpfte in der 57. Minute an die Latte. Damit war das Verhältnis auch in dieser Hinsicht ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten ihre Momente – Homburg nutzte den nächsten. In der 65. Minute setzte sich Simon Joachims auf der rechten Seite schön durch und spielte scharf in die Mitte. Emir Kuhinja stand zentral goldrichtig und drückte den Ball zum 0:2 über die Linie – eine klare Aktion im richtigen Moment.

Danach hatte Homburg die Partie über weite Strecken unter Kontrolle. Frankfurt blieb bemüht, fand gegen die konzentrierte Defensive aber nur noch selten klare Lösungen. Aaron Manu, der nach der Sperre von Michael Heilig erneut in der Startelf stand, sah gerade darin eine Stärke des Auftritts: „Wir haben heute wirklich alle zusammen überragend gekämpft, gerade gegen den Ball.“ In der Schlussphase habe „jeder sein Ego hinten angestellt, jeder ist für jeden gelaufen“. 

Ganz ohne Zittern ging es dennoch nicht. In der 87. Minute misslang ein Homburger Rettungsversuch, der Ball landete bei Ochojski und der traf aus dem Strafraum zum 1:2 ins lange Eck. Plötzlich war Frankfurt wieder da. Der FCH hielt dem letzten Druck aber stand und hätte in der Nachspielzeit selbst alles klarmachen können: Nach Vorarbeit von Andermatt scheiterte der eingewechselte Justin Petermann am stark reagierenden Frankfurter Schlussmann.

Am Ergebnis änderte das nichts mehr. „Unter dem Strich war es trotzdem ein verdienter Sieg“, bilanzierte Seitz. Seine Mannschaft habe gegen einen „sehr guten Gegner“ viel investieren müssen, nach der Pause aber auch selbst ihre Qualitäten gezeigt. Zwei weitere Aluminiumtreffer zeigen zugleich, dass Homburg die Partie durchaus früher hätte entscheiden können. Damit beendet der FCH die drei Spiele gegen Mannheim, Kaiserslautern II und Frankfurt II mit sieben Punkten. In Mannheim gab es ein 1:1, anschließend zwei 2:1-Siege. Angesichts der personellen Situation und der hohen Belastung ist das eine ordentliche Ausbeute. Nach sieben Spieltagen stehen nun 13 Punkte und Tabellenplatz fünf zu Buche.

Interessant ist derzeit, wie Homburg zu seinen Punkten kommt. In Frankfurt glänzte die Mannschaft nicht, musste sie aber auch nicht. Sie verteidigte gemeinsam, blieb in kritischen Phasen ruhig und war in den entscheidenden Situationen abgeklärter als der Gegner. Genau solche Siege gehören zu einer Saison, in der nicht jede Partie spielerisch überzeugt werden kann. Am kommenden Samstag geht es im Waldstadion weiter. Um 14 Uhr empfängt der FC 08 Homburg den KSV Hessen Kassel.

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