Wer künstliche Intelligenz nicht nur bedienen, sondern verstehen will, bekommt bei TUMO Saar bald eine neue Anlaufstelle. Ab dem 10. August erweitert die kostenfreie Bildungseinrichtung ihr Programm um das Lernfeld „Generative KI“ – ein Angebot, das Jugendliche für eine Arbeitswelt fit machen soll, in der KI längst kein Randthema mehr ist.
Der Hintergrund ist offensichtlich: Kaum ein Berufsfeld bleibt von der Technologie unberührt, und der Bedarf an Menschen, die kompetent und verantwortungsvoll mit ihr umgehen, wächst stetig. Genau hier setzt das neue Lernfeld an. Es richtet sich an junge Leute, die früh lernen wollen, wie sich KI kreativ und zugleich kritisch einsetzen lässt.
Wirtschaftsminister Jürgen Barke sieht darin einen wichtigen Baustein für die Zukunft. „Mit TUMO Saar wollen wir junge Menschen bestmöglich auf die Herausforderungen einer digitalisierten Zukunft vorbereiten“, sagt er. Künstliche Intelligenz sei längst Teil des Alltags und werde die kommende Arbeitswelt maßgeblich prägen. Umso entscheidender sei es, dass Jugendliche „frühzeitig lernen, KI-Technologien verantwortungsvoll, kritisch und kreativ einzusetzen“.
Einen ähnlichen Anspruch formuliert Mareike Eggers, Center Managerin von TUMO Saar. Ihr geht es nicht allein um die Anwendung fertiger Werkzeuge. „Wir möchten Jugendlichen die Möglichkeit geben, diese Technologie nicht nur zu nutzen, sondern sie wirklich zu verstehen“, erklärt sie. Das Ziel sei, junge Menschen zu befähigen, eigene Ideen mithilfe von KI umzusetzen – reflektiert und mit Verantwortungsbewusstsein.
Das spiegelt sich im Aufbau des Programms wider. Zum Einstieg beschäftigen sich die Teilnehmenden mit dem sogenannten multimodalen Prompting. Sie entwerfen eigene Figuren und Konzepte, lassen mit KI Bilder, Geschichten oder Musik entstehen und verknüpfen ihre Einfälle mit denen anderer zu gemeinsamen Projekten. In den fortgeschrittenen Phasen bauen sie mithilfe von KI-Agenten sogar eigene Anwendungen – von der ersten Idee über die Konzeption bis zur fertigen Umsetzung.
Doch der Blick bleibt nicht rein technisch. Fragen zu KI-Ethik, Datenschutz, Urheberrecht und korrekten Quellenangaben gehören ebenso zum Programm wie der bewusste Umgang mit KI-generierten Inhalten. So sollen die Jugendlichen nicht nur die Möglichkeiten der Technologie kennenlernen, sondern auch ihre Grenzen und Verantwortlichkeiten.
TUMO Saar richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren und ist kostenfrei. Im Zentrum steht die Förderung digitaler und kreativer Kompetenzen, die in Zukunft immer stärker gefragt sein dürften.





















