Symbolbild

Wer in Deutschland einen schnellen Internetanschluss bucht, bekommt in den meisten Fällen auch das, wofür er bezahlt – zumindest annähernd. Der zehnte Jahresbericht der Breitbandmessung, den die Bundesnetzagentur jetzt vorgelegt hat, zeichnet ein insgesamt stabiles Bild der tatsächlich gelieferten Geschwindigkeiten im Festnetz und dokumentiert zugleich den rasanten Aufstieg des Mobilfunkstandards 5G.

Im Festnetz erreichten 85,9 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer, die selbst gemessen haben, mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten Höchstgeschwindigkeit beim Download. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 86,5 Prozent. Die volle vereinbarte Bandbreite oder sogar mehr bekamen 45,9 Prozent der Messenden – ein minimaler Zuwachs gegenüber den 45,2 Prozent aus dem Berichtszeitraum 2023/2024. Insgesamt bewegen sich die Resultate damit auf nahezu identischem Niveau wie zuletzt.

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Deutlich dynamischer entwickelt sich das Bild im Mobilfunk. Erstmals stammt mehr als die Hälfte aller berücksichtigten Messungen aus 5G-Verbindungen: 55,3 Prozent waren es im aktuellen Berichtsjahr, nach 43,8 Prozent ein Jahr zuvor. Der neue Standard sorgt nicht selten dafür, dass die tatsächlich erzielten Datenraten die vertraglich geschätzten Maximalwerte sogar überschreiten. Besonders in den hohen Bandbreiteklassen schneidet 5G erkennbar besser ab als der ältere 4G-Standard.

Die Bundesnetzagentur weist allerdings nachdrücklich darauf hin, dass die Zahlen nicht mit der allgemeinen Versorgungslage verwechselt werden dürfen. Gemessen wird ausschließlich, ob die Anbieter die individuell zugesicherte Bandbreite auch liefern. Welcher Tarif hinter jedem einzelnen Messpunkt steht, bestimmt entscheidend das Ergebnis. Da der Bericht zudem auf freiwilligen Messungen der App-Nutzer beruht und keine repräsentative Stichprobe darstellt, lassen sich daraus keine Rückschlüsse auf Verfügbarkeit oder Ausbaustand schneller Internetzugänge in Deutschland ziehen.

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Der aktuelle Bericht deckt den Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis zum 30. September 2025 ab. Für das Festnetz flossen 184.452 valide Messungen in die Auswertung ein – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 276.081 Messungen des Vorjahres. Im Mobilfunk hingegen stieg die Zahl spürbar an: 766.838 gültige Messungen wurden berücksichtigt, nach 562.305 im Zeitraum davor. Die Verschiebung deutet darauf hin, dass mobile Anschlüsse für die Nutzerinnen und Nutzer offenbar zunehmend im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Die Daten erhebt die Behörde über zwei eigene Anwendungen: die Desktop-App für stationäre Anschlüsse sowie die App für mobile Verbindungen, die seit Mai 2026 unter dem neuen Namen „Mobilfunk-Check“ firmiert. Sämtliche Ergebnisse stellt die Bundesnetzagentur auf ihrem Portal breitbandmessung.de zur Verfügung. Eine interaktive Darstellung erlaubt zudem detaillierte Auswertungen nach einzelnen Anbietern – ein Werkzeug, das vor allem für Verbraucher interessant sein dürfte, die ihren bestehenden Vertrag auf den Prüfstand stellen wollen.

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