Ein elfjähriger Homburger mischt Anfang Juni die nationale Schwimmelite auf: Paul Markow vom Schwimmclub 1926 Homburg hat sich für die Deutschen Meisterschaften im Schwimmerischen Mehrkampf qualifiziert und reist vom 5. bis 7. Juni nach Düsseldorf, um sich dort mit dem besten Nachwuchs der Republik zu messen. Den Startplatz sicherte er sich über die Startgemeinschaft SSG Saar Max Ritter, für die er das Saarland im Brust-Mehrkampf des Jahrgangs 2015 vertreten wird.
Die DM SMK gilt als eine der härtesten Bewährungsproben im deutschen Nachwuchsschwimmsport. Über drei Tage hinweg müssen die jungen Athleten ein komplettes Leistungsprofil abrufen. Es reicht eben nicht, in seiner Lieblingslage schnell zu sein – Ausdauer, Lagenvielfalt und sauber abgerufene Technik fließen gleichermaßen in die Gesamtwertung ein. Wer hier reüssieren will, muss vielseitig sein.
Für Markow beginnt das Programm bereits am Freitagmorgen mit der Ausdauerstrecke über 400 Meter Freistil. Am Nachmittag folgen im Düsseldorfer Rheinbad zwei Technikprüfungen: 25 Meter Delfinbeine in Bauchlage und die gleiche Distanz in Rückenlage. Der Samstag wird dann zum eigentlichen Härtetag des Brustspezialisten.
Am Vormittag stehen die 50 Meter Brust-Beine sowie die 100 Meter Brust auf der Langbahn auf dem Programm, ehe am Nachmittag die Paradedisziplin folgt: 200 Meter Brust. Genau hier liegen die Stärken des jungen Homburgers, der diese Strecke im Saarland nach Belieben dominiert. Den Abschluss bildet am Sonntagmorgen das Rennen über 200 Meter Lagen – eine Disziplin, die noch einmal das gesamte technische Repertoire abverlangt.
Dass Markow überhaupt auf dieser Bühne starten darf, ist das Resultat einer Saison, in der er auf saarländischer Ebene praktisch konkurrenzlos blieb. Der amtierende Saarlandmeister holte sich bei den offenen Saar-Langbahnmeisterschaften reihenweise Titel: Er ist saarländischer Jugendmeister über 100 Meter Brust auf der Langbahn und sicherte sich in der Jugend D sämtliche Brust-Titel sowie Gold über 200 Meter Lagen. Nun wartet die nächste Dimension.
„Die Qualifikation für eine der anspruchsvollsten Nachwuchsveranstaltungen des Deutschen Schwimm-Verbandes ist die Belohnung von viel Fleiß und harter Arbeit“, betont Anca Berdel, Pressewartin des Schwimmclubs Homburg. Sie gratuliert dem jungen Athleten ebenso wie seinem Trainerteam und wünscht ihm in Düsseldorf „viel Spaß, schnelle Zeiten und unvergessliche Erfahrungen auf nationaler Schwimmbühne“. Für Markow geht es nun darum, das im heimischen Becken Erprobte gegen die bundesweite Spitze auf die Bahn zu bringen.





















