Die Fairtrade-Beauftragte der Stadt, Anke Michalsky mit dem Beigeordneten Philipp Scheidweiler Foto: Julia Jager 
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Homburg darf sich auch in den kommenden zwei Jahren offiziell „Fairtrade-Stadt“ nennen. Die entsprechende Urkunde von Fairtrade Deutschland ist dieser Tage im Rathaus eingegangen und bestätigt, dass die Kreisstadt sämtliche fünf Kriterien des internationalen Siegels weiterhin erfüllt. Damit bleibt Homburg Teil eines Netzwerks, dem deutschlandweit inzwischen mehr als 820 Kommunen angehören.

Erstmals war der Titel im Jahr 2014 verliehen worden. Seither hat die Stadt ihre Aktivitäten rund um den fairen Handel kontinuierlich ausgebaut – und genau dieses gewachsene Engagement war es, das nun die erneute Zertifizierung möglich machte. Eine bloße Formalie ist die Verlängerung nicht: Jede Kommune muss nachweisen, dass faire Strukturen tatsächlich im Alltag verankert sind.

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Für Beigeordneten Philipp Scheidweiler ist die Bestätigung mehr als ein Aushängeschild. „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Homburg. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen“, betont er. Gemeinsam mit dem Fairtrade-Saarpfalz-Kreis wolle man den fairen Handel auf lokaler Ebene weiter stärken.

Die Kriterien, an denen sich die Stadt messen lassen muss, reichen vom Ratsbeschluss bis hinein in den Verwaltungsalltag. So wird bei städtischen Veranstaltungen in der Regel fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, eine Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten, Geschäfte und Gastronomiebetriebe führen entsprechende Produkte im Sortiment. Hinzu kommen Bildungsarbeit aus der Zivilgesellschaft und eine kontinuierliche mediale Begleitung der Themen vor Ort.

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Wie lebendig die Initiative in Homburg tatsächlich ist, zeigt sich an konkreten Formaten: ein jährlicher Fairtrade-Markt, faire Schoko-Nikoläuse, die beim Nikolausmarkt an Kinder verteilt werden, und gemeinsame Projekte mit Schulen und Kindertagesstätten. „Die bestätigte Auszeichnung ist für uns Motivation und Aufforderung zugleich, um unser Engagement fortzusetzen“, sagt Anke Michalsky, die Fairtrade-Beauftragte der Stadt. Auch das Bewerben der bundesweiten Kampagnen von Fairtrade Deutschland gehört zu ihrem Aufgabenfeld.

Der Blick reicht dabei weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Fairtrade-Towns-Kampagne versteht sich als praktischer Beitrag zu den 2015 verabschiedeten Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. „Global denken, lokal handeln“ lautet das Motto, mit dem sich Kommunen in 36 Ländern verbunden fühlen – darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Weltweit zählt das Netzwerk inzwischen mehr als 2.000 Städte.

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Damit das Homburger Engagement weiter wächst, sucht die Steuerungsgruppe ausdrücklich Verstärkung. Wer in Vereinen, Kirchen oder Institutionen eigene Projekte umsetzen oder selbst aktiv werden möchte, kann sich direkt an Anke Michalsky unter anke.michalsky@homburg.de wenden. Weitere Informationen zur Kampagne finden Interessierte unter www.fairtrade-towns.de.

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