Eine Strandkiefer steht seit wenigen Tagen direkt neben dem Homburger Rathaus – und sie ist weit mehr als ein gewöhnlicher Stadtbaum. Der junge Nadelbaum stammt aus der französischen Partnerstadt La Baule-Escoublac und soll die Freundschaft zwischen beiden Kommunen sichtbar in die Stadtmitte tragen. Die Städtepartnerschaft besteht bereits seit 1984, also seit über vier Jahrzehnten.
Die Geschichte des Baumes beginnt bei einem Delegationsbesuch an der französischen Atlantikküste. Dort wurden den Homburger Vertretern zwei Strandkiefern als Geschenk überreicht. Die erste fand ihren Platz am Römermuseum, die zweite hat nun im Zentrum der Stadt Wurzeln geschlagen. Begleitet wurde die Übergabe in La Baule von Dr. Helmut Wolf, dem Leiter des Stadtforsts Blieskastel, der zugleich für die Bewirtschaftung des Homburger Waldgebiets verantwortlich zeichnet. Ebenfalls dabei war Simone Lukas, die die Partnerschaft seit vielen Jahren organisatorisch begleitet.
Oberbürgermeister Michael Forster ordnete die Pflanzung in einen größeren Zusammenhang ein: „Unsere Partnerschaft lebt seit vielen Jahrzehnten vom Austausch zwischen den Menschen – von Delegationsreisen, Schüleraustauschen, Vereinskontakten sowie kulturellen und sportlichen Begegnungen. Besonders schön ist, dass wir mit der heutigen Pflanzung nun ein weiteres dauerhaftes Zeichen dieser Freundschaft setzen können.“ Forster verwies zudem auf die europäische Dimension solcher Begegnungen. In einer Zeit, in der Zusammenhalt in Europa wichtiger denn je sei, stellten Städtepartnerschaften ein bedeutsames Signal für Austausch, Freundschaft und gegenseitiges Verständnis dar.

Beim Einsetzen des Baumes griffen nicht nur Verwaltungsspitzen zum Spaten. Kinder des benachbarten Kindergartens St. Michael halfen mit sichtlicher Begeisterung mit und machten die Aktion zu einem echten Gemeinschaftsprojekt. Neben dem Oberbürgermeister und Dr. Wolf waren weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadt vor Ort. Für den fachgerechten Ablauf sorgten der Baubetriebshof und die Grünflächenabteilung der Kreisstadt.
Dr. Helmut Wolf schlug darüber hinaus den Bogen zum „Tag des Baumes“: „Der Tag des Baumes macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, welche Bedeutung Bäume für Klima, Umwelt und Lebensqualität haben. Die heutige Pflanzung verbindet diesen Gedanken in besonderer Weise mit der langjährigen Freundschaft zwischen Homburg und La Baule.“ Die Strandkiefer vereint damit gleich zwei Botschaften – ökologisches Bewusstsein und gelebte Völkerverständigung.
Forster fasste die symbolische Kraft der Aktion in einem Bild zusammen: „Solche Projekte zeigen, dass unsere Partnerschaft mit La Baule nicht nur auf dem Papier besteht, sondern im Alltag sichtbar wird. Wenn wir gemeinsam etwas pflanzen, dann wächst auch unsere Verbindung weiter.“ Die Strandkiefer am Rathaus dürfte in den kommenden Jahren zu einem vertrauten Anblick im Homburger Stadtbild werden – und an eine Freundschaft erinnern, die weit über Landesgrenzen hinausreicht.




















