Oberbürgermeister Michael Forster (3. v. r.) gemeinsam mit weiteren Vertretern der saarländischen Kommunen beim Auftakt des Interreg-A-Projekts „GD-GR – Green Deal in der Großregion“. Foto: Bodo Groß
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Die Energiewende entscheidet sich nicht in Ministerien oder Forschungslaboren allein – sie steht und fällt mit dem, was in Rathäusern, Quartieren und Nachbarschaften passiert. Genau diesen Gedanken hat ein neues grenzüberschreitendes Projekt in den Mittelpunkt gerückt, an dem sich auch die Kreisstadt Homburg beteiligt. Beim Auftakttreffen des Interreg-A-Projekts „GD-GR – Green Deal in der Großregion“ kamen Vertreterinnen und Vertreter mehrerer saarländischer Kommunen zusammen, um über konkrete Wege zu erneuerbaren Energien und Wasserstofftechnologien zu diskutieren.

Homburgs Oberbürgermeister Michael Forster nahm persönlich an dem Kick-off teil und machte dabei die Haltung seiner Stadt deutlich: „Die Energiewende findet nicht irgendwo abstrakt statt – sie passiert hier bei uns in den Städten und Gemeinden. Wir sind die, die nah an den Menschen sind und Entwicklungen greifbar machen.“ Für Forster ist klar, dass der Wandel nur gelingt, wenn er vor Ort verständlich erklärt und gemeinsam mit der Bürgerschaft gestaltet wird.

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Das Projekt wird von der IZES gGmbH koordiniert, die Kommunen mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis vernetzt. Im Kern geht es nicht allein um technische Fragen, sondern ebenso um die gesellschaftliche Dimension der Transformation. Wie lassen sich komplexe Energiethemen so aufbereiten, dass sie bei den Menschen ankommen? Wie können Bürgerinnen und Bürger aktiv eingebunden werden, statt nur Zuschauer zu bleiben? Und welche Bildungs- und Veranstaltungsformate helfen dabei, den Dialog zwischen Verwaltung und Bevölkerung lebendig zu halten?

Neben Homburg waren beim Auftakt unter anderem Heusweiler, Merzig, Mettlach, Rehlingen-Siersburg und Perl vertreten. Der Austausch machte rasch sichtbar, dass die Kommunen in der Großregion mit vergleichbaren Herausforderungen ringen – und gerade deshalb erheblich voneinander profitieren können. Unterschiedliche Erfahrungen, verschiedene Ansätze, aber ein gemeinsames Ziel: die Energiewende dort voranzubringen, wo sie tatsächlich wirksam wird.

Forster unterstrich diesen Mehrwert der Kooperation: „Gerade bei Zukunftsthemen wie Wasserstoff und erneuerbaren Energien bringt uns die enge Zusammenarbeit weiter. Wenn wir Erfahrungen teilen und gemeinsam denken, entstehen Lösungen, die eine einzelne Kommune allein nicht entwickeln könnte.“ Das Projekt „GD-GR“ soll genau diese Brücken bauen – zwischen Kommunen, zwischen Ländern innerhalb der Großregion und vor allem zwischen Verwaltung und Bürgerschaft.

Für Homburg bedeutet die Teilnahme an dem Interreg-Vorhaben einen weiteren Schritt in Richtung einer aktiven Klimapolitik auf kommunaler Ebene. Die Kreisstadt positioniert sich damit als Partnerin in einem Netzwerk, das den Austausch über Grenzen hinweg nicht nur proklamiert, sondern in konkreten Formaten umsetzt. Ob daraus am Ende tragfähige Projekte vor Ort entstehen, wird sich zeigen – der Wille zur Zusammenarbeit ist jedenfalls formuliert.

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