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Fünf Seidenbäume stehen seit diesem Frühjahr in einer kleinen Allee auf dem Gelände des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg – gepflanzt von Mitgliedern des Rotary Clubs Homburg-Zweibrücken, die selbst zur Schaufel griffen. Was nach einer überschaubaren Geste klingt, fügt sich in eine Strategie ein, die das UKS seit mehr als einem Jahrzehnt verfolgt: das weitläufige Klinikgelände systematisch gegen die zunehmende Sommerhitze zu wappnen.

Denn obwohl das Universitätsklinikum von ausgedehnten Waldflächen umgeben ist, heizt sich das Innere des Campus in den heißen Monaten erheblich auf. Versiegelte Straßen, Gebäudefassaden und große Parkplatzflächen speichern die Wärme über Stunden. Für Patientinnen und Patienten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wird der Weg über ungeschützte Abschnitte zur Belastung. Auch Beschäftigte und Studierende spüren die Folgen. Mit dem fortschreitenden Klimawandel dürfte sich dieser Effekt weiter verschärfen.

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Das UKS hat deshalb bereits vor rund zehn Jahren begonnen, gezielt gegenzusteuern. Parkplätze erhielten zusätzliche Bäume, vor Gebäuden wurden neue Gehölze gesetzt, Grünanlagen nachgepflanzt und Fußwege bewusst beschattet. Zahlreiche ältere Bäume mussten in den vergangenen Jahrzehnten aus Sicherheitsgründen gefällt werden, ein vollständiger Ersatz steht noch aus. Jede weitere Pflanzung – ob Baumreihe, Gruppe oder kleine Allee – stärkt deshalb mittel- und langfristig die natürliche Kühlwirkung auf dem gesamten Areal.

Bei der Auswahl der Arten setzt die Grünflächenabteilung unter Leitung von Diplom-Ingenieur Oliver Werner auf eine bewusst breite Mischung. Neben heimischen Gehölzen kommen klimaresiliente und insektenfreundliche Baumarten zum Einsatz, darunter Esskastanie, Elsbeere, Speierling, Mispel, Blasenesche, Bienenbaum, Korkbaum, Blumenesche und Taubenbaum. Der innerstädtische Charakter des Klinikparks erfordert diese Vielfalt, um sowohl Hitzeschutz als auch Biodiversität zu fördern.

Die jüngste Pflanzaktion des Rotary Clubs reiht sich in dieses Konzept ein. Vorbereitet und begleitet von der UKS-Gärtnerei, setzten die Rotarierinnen und Rotarier fünf Seidenbäume der Art Albizia julibrissin eigenhändig in die Erde und übergaben sie anschließend symbolisch an die Kaufmännische Direktorin des UKS, Bettina Rottke. Ein Pflanzenschild mit QR-Code informiert Spaziergänger künftig über die Baumart und den Hintergrund der Aktion.

Rottke zeigte sich im Namen des UKS-Vorstandes dankbar für das Engagement: „Die neuen Bäume sind ein echter Gewinn für unseren Landschaftspark.“ Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Rotary Clubs, Michael Wöhler, würdigte sie zudem die Arbeit von Oliver Werner, der die Begrünungsstrategie über mehr als ein Jahrzehnt vorangetrieben hat. „Ein solches Projekt gelingt nur mit einem durchdachten Konzept und langem Atem. Herr Werner hat dies über mehr als zehn Jahre eindrucksvoll bewiesen“, betonte die Kaufmännische Direktorin.

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Wöhler wiederum ließ keinen Zweifel daran, dass es nicht bei dieser einen Aktion bleiben soll. Der gemeinsame Einsatz habe allen Beteiligten Freude bereitet, erklärte er – und kündigte an, dass der Club sich unter seiner Präsidentschaft im kommenden Jahr erneut mit einem praktischen Projekt auf dem Klinikgelände einbringen wolle. Eine erste Idee dafür liege bereits auf dem Tisch.

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