Mehl, Eier und ein Hauch von Albano Laziale mitten in Homburg: Im ehemaligen Stadtcafé „1680″ unterhalb der Stadtbibliothek am Marktplatz haben sich kürzlich Bürgerinnen und Bürger die Ärmel hochgekrempelt, um gemeinsam frische Pasta von Hand herzustellen. Mittendrin, mit Teig an den Fingern statt Akten auf dem Schreibtisch, standen Bürgermeister Manfred Rippel und der Beigeordnete Philipp Scheidweiler. Organisiert hatte den Abend Astrid Di Franco, die als Betreuerin der Städtepartnerschaft zwischen Homburg und der italienischen Kommune Albano Laziale das Bindeglied zwischen beiden Städten bildet.
Der Anlass für die kulinarische Zusammenkunft reicht zurück bis in den November 2025. Bei einer Gruppenreise in die Partnerstadt nahe Rom hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kunst der handgemachten Pasta vor Ort kennengelernt. Dieses Wissen sollte nicht in Reiseerinnerungen verschwinden, sondern weitergegeben werden. Also lud Di Franco den regelmäßig stattfindenden „Albano-Stammtisch“ samt Reiseteilnehmern in die Räume am Marktplatz ein, wo gemeinsam geknetet, gerollt und geformt wurde.
Dass die beiden Rathausspitzen persönlich an der improvisierten Pastamanufaktur teilnahmen, setzte ein deutliches Zeichen. Städtepartnerschaft, das wurde an diesem Abend greifbar, erschöpft sich in Homburg nicht in Protokollen und Delegationsbesuchen. Rippel und Scheidweiler ließen sich in die Feinheiten der italienischen Teigkunst einführen und machten damit klar, dass ihnen die Verbindung nach Albano Laziale auch jenseits offizieller Anlässe am Herzen liegt.
Für Astrid Di Franco war genau das der Kern des Abends. „Es ist wunderbar zu sehen, wie wir die italienische Lebensart aktiv umsetzen können. Indem wir gemeinsam Zeit verbringen und handwerkliche Traditionen teilen, bauen wir Brücken. Wir projizieren ein Stück italienisches Lebensgefühl direkt in unsere Stadt und schaffen so ein Verständnis für die Kultur unserer Freundinnen und Freunde“, sagte sie. Ihr geht es darum, die Eindrücke aus Italien nicht nur im kleinen Kreis zu bewahren, sondern sie mit möglichst vielen Homburgerinnen und Homburgern zu teilen.
Auch Bürgermeister Rippel betonte den Mehrwert solcher Begegnungen über das reine Kochen hinaus. „Auch durch das gemeinschaftliche Essen und die Erzählungen von den Erlebnissen in Albano Laziale kann sich die Partnerschaft weiter entwickeln“, erklärte er. Im gemeinsamen Abend sah er eine Gelegenheit, die Verbindungen zwischen all jenen zu stärken, die sich für die Partnerschaft interessieren oder die italienische Stadt bereits selbst besucht haben.
Das ehemalige Stadtcafé bot dafür den passenden Rahmen: ungezwungen genug für lockere Gespräche, nah genug am Alltag der Stadt, um Hemmschwellen niedrig zu halten. Zwischen dampfenden Tellern und Erzählungen von der letzten Reise entstand genau jene Atmosphäre, die eine Städtepartnerschaft lebendig hält – nicht auf dem Papier, sondern am Tisch.
Das Engagement soll weiterwachsen. Di Franco und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abends wünschen sich, dass sich noch mehr Menschen aus Homburg für die Partnerschaft begeistern und einbringen. Der „Albano-Stammtisch“ dient dabei als zentrale Plattform, bei der nicht nur Erfahrungen ausgetauscht, sondern auch künftige Aktionen gemeinsam geplant werden. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an astrid.difranco@outlook.de für den nächsten Termin anmelden und so das Band zwischen Homburg und Italien ganz persönlich mitgestalten.



















