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Diesel hat in Deutschland im März 2026 einen historischen Höchststand erreicht. Laut einer aktuellen Auswertung des ADAC lag der durchschnittliche Literpreis bei 2,164 Euro – so teuer war der Kraftstoff in einem Monatsmittel noch nie. Der bisherige Rekord stammte aus dem März 2022, als kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Schnitt 2,140 Euro pro Liter fällig wurden. Auch Super E10 zog kräftig an und notierte im Monatsdurchschnitt bei 2,022 Euro, womit der März zum drittteuersten Monat aller Zeiten für Benzin wurde. Lediglich 4,7 Cent trennten den Wert noch vom absoluten Rekord aus dem März 2022, als ein Liter Super E10 durchschnittlich 2,069 Euro kostete.

Besonders drastisch fällt der Blick auf die Preisentwicklung innerhalb des Monats aus. Am 1. März, dem günstigsten Tanktag, zahlten Autofahrer im Tagesmittel noch 1,794 Euro für Super E10 und 1,759 Euro für Diesel. Zum Monatsende hin explodierten die Preise regelrecht: Am 31. März erreichten sie mit 2,107 Euro je Liter Super E10 und 2,316 Euro je Liter Diesel ihren Höhepunkt. Benzin verteuerte sich damit binnen 30 Tagen um 31,3 Cent, Diesel sogar um 55,7 Cent pro Liter. Der Dieselpreis kratzte am absoluten Allzeithoch.

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Auffällig ist zudem eine ungewöhnliche Verschiebung im Preisgefüge: Diesel liegt derzeit deutlich über dem Benzinpreis, obwohl er steuerlich geringer belastet wird. Normalerweise verhält es sich umgekehrt. Diese Entwicklung dürfte viele Dieselfahrer, die ihren Kraftstoff traditionell als die günstigere Alternative betrachten, empfindlich treffen.

Als Reaktion auf die massiven Preissteigerungen hat die Bundesregierung mehrere Entlastungsmaßnahmen angekündigt. Die erste greifbare Neuerung ist das sogenannte Österreich-Modell, das seit dem 1. April in Deutschland gilt. Die Regelung erlaubt Tankstellen Preiserhöhungen nur noch ein einziges Mal am Tag, und zwar um 12 Uhr mittags. Preissenkungen bleiben dagegen jederzeit möglich. Bis zur nächsten Mittagserhöhung am Folgetag dürfen die Preise ausschließlich stagnieren oder fallen.

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Eine erste Auswertung des ADAC am 1. April zeigt allerdings, dass die Tankstellen den neuen Spielraum sofort nutzten. Kurz nach 12 Uhr kletterte der Preis für Super E10 um 7,6 Cent auf 2,175 Euro, der Dieselpreis stieg um 7,5 Cent auf 2,376 Euro. Die Aufschläge von fast acht Cent deuten darauf hin, dass die Branche die bislang über den Tag verteilten Erhöhungen nun gebündelt zum Mittagstermin durchsetzt.

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Für Verbraucher ergibt sich daraus eine klare Empfehlung: Wer vor 12 Uhr tankt, dürfte künftig am günstigsten wegkommen, da die Preise in den Vormittagsstunden tendenziell auf dem niedrigsten Niveau des Tages liegen. Der ADAC kündigte an, die Auswirkungen des neuen Systems engmaschig zu beobachten und Autofahrer laufend über die Preisentwicklung zu informieren. Wer tagesaktuelle Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen möchte, kann dafür die Spritpreis-App „ADAC Drive“ nutzen.

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