Rathaus Homburg - Symbolbild

Grünes Licht aus St. Ingbert für den Homburger Haushalt: Das Landesverwaltungsamt hat den Etat der Kreisstadt für das Jahr 2026 mitsamt dem zugehörigen Stellenplan genehmigt. Das Schreiben vom 5. März liegt der Stadtverwaltung seit kurzem vor und gibt damit den Startschuss für die Umsetzung sämtlicher eingeplanter Vorhaben.

Oberbürgermeister Michael Forster sieht in der Genehmigung eine Bestätigung der gründlichen Vorarbeit. „Das zeigt, dass wir im Vorfeld unsere Hausaufgaben ganz akribisch gemacht haben“, erklärte er und betonte, „dass uns der aktuelle positive Bescheid aus St. Ingbert die Möglichkeit eröffnet, weiterhin verlässlich zu agieren.“ Die intensiven Vorberatungen über das umfangreiche Zahlenwerk hätten sich ausgezahlt. Forster zeigte sich zufrieden darüber, „dass so frühzeitig die Basis geschaffen ist, alle etatisierten Maßnahmen nun auch angehen zu können“.

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Allerdings kommt die Genehmigung nicht ohne Auflagen. Das Landesverwaltungsamt fordert die Stadt auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, um die derzeit noch eingeplanten Defizite ab 2028 deutlich zu reduzieren. Hintergrund ist die Einhaltung der Vorgaben des Saarlandpaktgesetzes, das den saarländischen Kommunen einen verbindlichen Rahmen für die Haushaltskonsolidierung setzt. Homburg muss also in den kommenden Jahren nachweisen, dass der Weg zu einem strukturell ausgeglichenen Haushalt konsequent weiterverfolgt wird.

Finanziell bewegt sich die Stadt dabei in beträchtlichen Dimensionen. Die Genehmigung umfasst einen Investitionskredit in Höhe von 19.274.145 Euro. Hinzu kommen zweckgebundene Sonderkredite über insgesamt 17.114.967 Euro, die sich auf mehrere Bereiche verteilen: 3.919.000 Euro fließen in den Schulausbau, 3.270.500 Euro in Infrastrukturmaßnahmen, 2.059.500 Euro in Pflichtaufgaben und 1.838.500 Euro in den Brand- und Katastrophenschutz. Weitere 621.000 Euro sind für den Kita-Ausbau vorgesehen, 401.467 Euro für sogenannte rentierliche Maßnahmen, also Investitionen, die sich langfristig selbst refinanzieren.

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Für den Oberbürgermeister steht nun die praktische Umsetzung im Vordergrund. Mit Blick auf die Bürgerinnen und Bürger sei es entscheidend, „dass wir im laufenden Jahr all das, was wir uns für die kommenden Monate vorgenommen und für die weitere Entwicklung der Stadt geplant haben, umsetzen können“. Die genehmigte Haushaltssatzung wird derzeit auf der städtischen Homepage veröffentlicht. Wer das Zahlenwerk im Detail einsehen möchte, hat dazu vom 24. März bis zum 2. April 2026 im Rathaus Gelegenheit – der Haushalt liegt in Zimmer 310 zur Einsicht aus.