u.a.: Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Jan Hornberger (1. v.l.), Landtagsabgeordnete Sevim Kaya-Karadağ (4. v.l.) und SPD-Stadtverbandsvorsitzende Nicole Herrmnan (5. v.l.) Foto: SPD Bexbach/Hornberger

Rote Nelken am Revers, dazu Gespräche über Gleichberechtigung mitten in der Fußgängerzone: Der SPD-Stadtverband Bexbach hat auch in diesem Jahr den Weltfrauentag genutzt, um auf die nach wie vor aktuelle Bedeutung von Frauenrechten aufmerksam zu machen. An mehreren Stellen im Stadtgebiet verteilten Mitglieder des Stadtverbands die traditionellen roten Blumen an Passantinnen und Passanten.

Die rote Nelke als politisches Symbol reicht weit zurück. Bereits 1911, als der erste internationale Weltfrauentag stattfand, stand sie für den Kampf um Gleichstellung. Eine der zentralen Forderungen jener Zeit war die Einführung des Frauenwahlrechts. Schon im 19. Jahrhundert hatte sich die Blume als Erkennungszeichen der Arbeiterbewegung etabliert, und bei Demonstrationen für bessere Frauenrechte trugen Teilnehmerinnen sie als Ausdruck von Solidarität und Zusammengehörigkeit.

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Diese historische Tradition griff der SPD-Stadtverband Bexbach bewusst auf. Mit der Verteilaktion wollte man nicht nur an vergangene Errungenschaften erinnern, sondern auch deutlich machen, dass der Einsatz für Frauenrechte keineswegs abgeschlossen ist. Die Nelken dienten dabei als Gesprächsöffner, um mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

SPD-Stadtverbandsvorsitzende Nicole Herrmann zeigte sich zufrieden mit der Resonanz. Viele Menschen hätten sich auf die Gespräche eingelassen und Interesse an den Hintergründen des Aktionstags gezeigt. Unterstützung erhielt die Bexbacher SPD dabei von der Landtagsabgeordneten Sevim Kaya-Karadağ, die sich ebenfalls an der Aktion beteiligte.

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Dass eine über hundert Jahre alte Tradition noch immer Menschen zusammenbringt und zum Nachdenken anregt, zeigt die anhaltende Relevanz des Themas. Für den SPD-Stadtverband Bexbach ist der Weltfrauentag deshalb mehr als ein symbolischer Termin im Kalender – er bleibt ein Anlass, Gleichstellung konkret vor Ort sichtbar zu machen.