Die Biosphären-VHS St. Ingbert hat für die letzte Märzwoche ein dichtes Programm zusammengestellt, das von Klimaforschung über Gartenpraxis bis hin zu Stadtgeschichte reicht. Vier Veranstaltungen an vier Tagen bieten Gelegenheit, sich mit ganz unterschiedlichen Themen auseinanderzusetzen – allesamt mit starkem Bezug zur Region und ihren natürlichen Grundlagen.
Den Auftakt macht am Mittwoch, 25. März, um 18 Uhr der Vortrag „Wasser – Landschaft – Klimawandel“ von Adam Schmitt in der Rohrbacher Mühle, Mühlstraße 36. Bewusst als Ergänzung zum Internationalen Tag des Wassers am 22. März konzipiert, nimmt die Veranstaltung den saarländischen Wasserhaushalt in den Blick. Schmitt zeichnet nach, wie Industrie, Bergbau und veränderte klimatische Bedingungen das Grundwasser, die Landschaft und die Trinkwasserversorgung im Saarland beeinflusst haben. Darüber hinaus stellt er allgemein verständliche Strategien vor, mit denen sich regionale Wasserkreisläufe an die neuen Gegebenheiten anpassen lassen.
Nur einen Tag später, am Donnerstag, 26. März, ebenfalls um 18 Uhr, dreht sich im Kulturhaus an der Annastraße 30 alles um die Tomate. Gärtnermeisterin Katrin Gödtel widmet ihren Vortrag „Rund um die Tomate – Sortenvielfalt, Anbau und Saatgutgewinnung“ dem Erhalt alter Tomatensorten und der Bedeutung genetischer Vielfalt. Wer selbst anbaut oder damit beginnen möchte, bekommt praxisnahe Hinweise zu Standortwahl, Pflege, Nährstoffversorgung und der Gewinnung von sortenreinem Saatgut. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellt Gödtel zahlreiche ihrer mehr als 80 Tomatensorten anhand von Bild- und Anschauungsmaterial vor und beantwortet Fragen aus dem Publikum.
Am Samstag, 28. März, stehen gleich zwei Termine auf dem Programm. Um 9:15 Uhr startet im Kulturhaus der Anfängerkurs „Stauden statt Rasen – Ein Anfängerkurs durch das Gartenjahr“ mit Franziska Körner. Die Idee dahinter: Ein gepflegter Rasen wirkt zwar unkompliziert, verlangt in der Praxis aber erstaunlich viel Aufwand. Staudenflächen hingegen entwickeln sich über Jahre, bringen Struktur, Blüten und Leben in den Garten und brauchen nach der Anwachsphase deutlich weniger Pflege. Der Kurs richtet sich gezielt an Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner ohne oder mit sehr geringen Vorkenntnissen, die mehr Farbe und Vielfalt in ihre Grünflächen bringen möchten.
Am selben Nachmittag um 14 Uhr führt Dr. Markus Gestier vom Heimat- und Verkehrsverein St. Ingbert über den Alten Friedhof, im Volksmund „Stiefe Gaarde“ genannt. Treffpunkt ist vor der Kapelle auf dem Friedhofsgelände. Der Rundgang macht erlebbar, warum dieser Ort weit mehr ist als eine Ruhestätte: Hier liegt die Dengmerter Prominenz vergangener Zeiten dicht beieinander – der Brauereibesitzer neben dem Bergmann, der Dichter Seite an Seite mit dem Dirigenten. Gestier erläutert die Geschichten hinter den Grabstätten und erklärt, woher der eigentümliche Name des Friedhofs stammt.
Für alle vier Veranstaltungen ist eine vorherige Anmeldung über die Internetseite der VHS St. Ingbert erforderlich. Wer sich für Wasser und Klima, Gartenwissen oder Stadtgeschichte interessiert, findet in dieser letzten Märzwoche also gleich mehrfach Gelegenheit, Neues zu erfahren – und das direkt vor der eigenen Haustür.


















