Ein Sonntag im Zeichen der Tasten: In der Musikschule Homburg wird am 8. Februar ein Konzertabend vorbereitet, der barocke Klangwelt und modernes Instrument neu zueinander in Beziehung setzt. Unter dem Titel „Klangduell – Scarlatti zwischen alt und neu“ treffen Cembalo und Akkordeon aufeinander und stellen die Musik eines Komponisten ins Zentrum, der schon zu Lebzeiten weit über seine Heimat hinausdachte.
Im Mittelpunkt des Programms steht Domenico Scarlatti. Er wurde im selben Jahr geboren wie Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel und verband in seinem Schaffen Einflüsse aus Italien, Spanien und weiteren Teilen Europas. Seine Werke gelten als virtuos und experimentierfreudig, vor allem die zahlreichen Sonaten, die ursprünglich für das Cembalo geschrieben wurden.
Genau diese Tastenstücke bilden die Grundlage des Homburger Konzertabends. Sie werden nicht nur auf dem historischen Cembalo, sondern auch auf dem Akkordeon zu hören sein. So entfalten die Kompositionen in zwei sehr unterschiedlichen Klangfarben ihre Wirkung. Die Veranstalter betonen, dass Scarlattis Musik auf dem Akkordeon eine eigene und eindrucksvolle Präsenz gewinnt und damit neue Zugänge zu bekannten und weniger bekannten Stücken eröffnet.
Auf der Bühne stehen Eri Takeguchi am Cembalo und Anke Eiswirth am Akkordeon. Beide präsentieren neben Werken Scarlattis auch Kompositionen seiner Zeitgenossen. Dabei trifft historische Aufführungspraxis auf eine moderne Interpretation: Während das Cembalo den barocken Klangraum und die Spielweise der Entstehungszeit aufgreift, bringt das Akkordeon eine heutige, andere Art des Musizierens ein. Aus diesem Spannungsfeld entsteht ein musikalischer Dialog, der die Stücke aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
Das Konzert versteht sich ausdrücklich als freundschaftliches „Klangduell“. Gemeint ist damit kein Wettbewerb, sondern ein Gegenüberstellen und Miteinander der Instrumente, bei dem die unterschiedlichen Klangcharaktere im Vordergrund stehen. Das Publikum kann verfolgen, wie sich Motive, Läufe und Harmonien auf Cembalo und Akkordeon jeweils anders entfalten und dennoch aufeinander reagieren.
Die Aufführung findet am Sonntag, 8. Februar, um 17 Uhr im Konzertsaal der Musikschule Homburg in der Schongauer Straße 1 statt. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Damit bietet der Abend die Möglichkeit, Scarlattis Musik und die Werke seiner Epoche in einem kompakten Konzertformat und in ungewohnter Besetzung kennenzulernen.




















