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Die Trauer im Saarland ist groß: Am Mittwoch, 27. August, findet um 9 Uhr eine landesweite Schweigeminute für Polizeioberkommissar Simon B. statt, der im Einsatz in Völklingen getötet wurde.

Auch in Homburg nehmen Polizeibehörden sowie die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Michael Forster, Bürgermeister Manfred Rippel und Beigeordnetem Philipp Scheidweiler an der Gedenkminute vor der Polizeiinspektion in der Eisenbahnstraße teil. Forster bittet die Bevölkerung ausdrücklich, sich an der Schweigeminute zu beteiligen.

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Rückblick auf das Geschehen

Nach Angaben der Polizei überfiel am Donnerstag, 21. August, gegen 18 Uhr ein 18-jähriger Mann aus dem Regionalverband Saarbrücken die Aral-Tankstelle auf der Karolinger-Brücke in Völklingen und flüchtete. Bei der anschließenden Verfolgung durch Polizeibeamte kam es zu einem Handgemenge, in dessen Folge der Täter nach derzeitigen Erkenntnissen einem Polizeibeamten die Dienstwaffe entriss und mehrere Schüsse auf einen Polizisten abgab. Dieser verstarb in Folge seiner schweren Verletzungen.

Die weiteren polizeilichen Ermittlungen werden durch eine Mordkommission unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken geführt. In diesem Zusammenhang setzt die Polizei Saarland auf die Mithilfe der Bevölkerung und bittet dringend um Zeugenhinweise.

Insbesondere Personen, die sich am Donnerstag, zwischen 17:45 Uhr und 19:00 Uhr im Bereich der Karolinger-Brücke (Höhe Aral-Tankstelle), Hohenzollernstraße, Karl-Janssen-Straße sowie im Umfeld des Marktplatzes aufgehalten haben, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Auch private Foto- oder Videoaufnahmen (z. B. aus Dashcams oder Handys) können für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

Hierfür wurde ein Hinweisportal der Polizei Saarland eingerichtet: https://sl.hinweisportal.de/. Zeugen können sich zudem telefonisch unter 0681/962-2133 mit dem Kriminaldauerdienst in Verbindung setzen, sich auf jeder Polizeidienststelle melden oder die Onlinewache der Landespolizeidirektion nutzen: www.onlinewache.saarland.de

Stimmen der Anteilnahme

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Unser Land trauert und viele wollen ein Zeichen der Anteilnahme mit der Familie setzen. Mit einer landesweiten Schweigeminute schaffen wir einen Moment des Mitgefühls und der Solidarität. Unsere Gedanken sind bei der Familie, Freundinnen und Freunden und den Kolleginnen und Kollegen von Simon B.“

Innenminister Reinhold Jost: „Die entsetzliche Tat, bei der ein Polizeibeamter gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde, hat bei uns allen für Entsetzen und Fassungslosigkeit gesorgt. Bundesweit haben alle Polizeien des Bundes und der Länder ihre Solidarität bekundet. Auf schmerzhafteste Weise mussten wir einmal mehr erfahren, dass der entschlossene und couragierte Einsatz unserer Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einen hohen Preis haben kann. Es liegt nun an uns, das Andenken an den getöteten Polizisten und seinen Dienst für unsere Gesellschaft zu bewahren und in Ehren zu halten. Deswegen wollen wir mit der gemeinsamen Schweigeminute ein Zeichen der Solidarität mit der Familie und unserer Polizei setzen.“

Landtagspräsidentin Heike Winzent: „Der Tod des jungen Polizisten, der im Einsatz für unsere Sicherheit aus dem Leben gerissen wurde, macht fassungslos und erschüttert viele Saarländerinnen und Saarländer. Das Saarland trauert. Mit der landesweiten Schweigeminute wollen wir unsere tiefe Anteilnahme ausdrücken. In Gedanken sind wir bei seiner Familie, den Freundinnen und Freunden sowie den Kolleginnen und Kollegen.“

Unterstützung für die Familie

Die Polizeigewerkschaften DPolG, GdP und BDK haben eine gemeinsame Spendenaktion ins Leben gerufen, die bereits mehr als 375.000 Euro eingebracht hat. Eine weitere privat initiierte Aktion sammelte über 220.000 Euro und wurde inzwischen zugunsten der offiziellen Initiative beendet. Insgesamt stehen damit annähernd 600.000 Euro zur Unterstützung der Familie zur Verfügung.

Zur Spendenaktion:

Ein Land in Trauer

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Die Schweigeminute in Homburg und im ganzen Saarland ist Ausdruck der Anteilnahme und Solidarität – für einen Beamten, der im Dienst sein Leben verlor, und für seine Angehörigen, die nun vor einer schweren Zeit stehen.

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