Fußball, Fairplay und Fanpower: Beim ersten Abi-Derby auf dem Jahnplatz lieferten sich die beiden Homburger Gymnasien nicht nur ein spannendes Spiel – sondern auch ein starkes Gemeinschaftsprojekt, das ganz klar nach Wiederholung ruft.
Donnerstagvormittag, der Jahnplatz in Homburg: Zwei Teams, zwei Schulen, ein Ziel – den Pokal holen! Die Abiturjahrgänge des Saarpfalz-Gymnasiums und des Gymnasiums Johanneum trafen bei bestem Wetter aufeinander und machten das Sportgelände zur lautstarken Mini-Arena. Mit Trommeln, Gesängen und Konfetti sorgten die mitgereisten Fans für ordentlich Derby-Stimmung – und auch sportlich ging’s zur Sache: hitzig, umkämpft, aber stets fair.
Was als Idee aus der Schülervertretung entstand, wurde zur rundum gelungenen Veranstaltung. Alles war von den Schülerinnen und Schülern selbst organisiert: von der Sponsorensuche über Verpflegung bis zur Einladung der Öffentlichkeit. Selbst an professionelle Schiedsrichter aus Homburg war gedacht – ein Detail, das sich bezahlt machte, denn das Spiel hatte es in sich.
Zur Pause sah es noch gut aus fürs Saarpfalz-Gymnasium, das mit 2:1 in Führung lag. Doch das Johanneum kämpfte sich in der Schlussphase beeindruckend zurück: Der Ausgleich fiel in der 96. Minute – der Siegtreffer sogar in der 99. Minute. Am Ende hieß es 3:2 für das Johanneum – und pure Ekstase bei Spielern und Fans. Abgepfiffen wurde passenderweise mit „We are the Champions“.
Beigeordneter Philipp Scheidweiler übernahm die Siegerehrung und überreichte nicht nur Medaillen und Pokal, sondern auch einen finanziellen Zuschuss der Stadt an beide Abikassen. „Hier wurde wirklich um jeden Zentimeter gekämpft, das hatte nix von Freundschaftsspiel – umso schöner, dass ihr jetzt hier alle zusammensteht und gemeinsam feiert“, sagte er bei der Übergabe.
Auch die Schulleitungen waren vor Ort und voll des Lobes. Katja Grauvogel vom Saarpfalz-Gymnasium hob besonders hervor, dass in ihrer Mannschaft auch zwei Spielerinnen aktiv mitgespielt hatten – ein starkes Zeichen für Teamgeist und Gleichberechtigung. Oliver Schales vom Johanneum konnte sich den einen oder anderen schmunzelnden Kommentar zum „göttlichen Beistand“ in der Nachspielzeit nicht verkneifen.
Das Beste: Die Einnahmen aus dem Verkauf kamen direkt den Abiturjahrgängen beider Schulen zugute – fair geteilt, wie es sich für ein echtes Schülerduell gehört. Und das Fazit? Ein Derby, das nicht nur sportlich überzeugt hat, sondern vor allem durch den Teamspirit der jungen Organisatorinnen und Organisatoren. Fortsetzung folgt? Bitte ja!





















