Foto: privat
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Über Pässe jenseits der 5000-Meter-Marke, durch karge Hochebenen und entlang reißender Flüsse – Heinz Zimmer hat die entlegenen Himalaya-Regionen Zanskar und Ladakh mit dem Fahrrad durchquert. Am Donnerstag, 23. April, um 19 Uhr stellt er seine Reise im Bildungszentrum Kirkel vor. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung allerdings erforderlich.

Zimmer war gemeinsam mit einem Freund unterwegs, als die beiden einige der höchsten befahrbaren Passstraßen der Welt bezwangen. In solchen Höhen wird jeder Tritt in die Pedale zur Kraftprobe: Die Luft ist dünn, das Wetter schlägt binnen Minuten von gleißender Sonne in eisigen Sturm um, und die Pisten schlängeln sich oft unbefestigt an steilen Abhängen entlang. Was es bedeutet, sich unter diesen Bedingungen aus eigener Muskelkraft fortzubewegen, will der Vortrag mit Bildern und Erzählungen greifbar machen.

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Mindestens ebenso prägend wie die landschaftlichen Extreme waren für Zimmer die Begegnungen mit den Menschen vor Ort. Er berichtet von Hirten, die ihn spontan auf Buttertee einluden, von Familien, die trotz einfachster Verhältnisse eine bemerkenswerte Gastfreundschaft lebten, und von Kindern, deren Neugier und Offenheit ihm im Gedächtnis geblieben sind. Diese Momente verwandelten die sportliche Herausforderung in eine Reise, die weit über das Radfahren hinausging – hin zu einer Kultur, die von Bescheidenheit, Herzlichkeit und einer tiefen Verbundenheit mit der Natur getragen wird.

Ein eigenes Kapitel widmet Zimmer den Klöstern Ladakhs, die oft spektakulär an steile Felswände gebaut sind. Dort erlebte er die spirituelle Seite des Himalaya aus nächster Nähe: das rhythmische Murmeln von Gebeten, das Drehen der Gebetsmühlen und jahrhundertealte Rituale des tibetischen Buddhismus. Gleichzeitig verschweigt er die Schattenseiten nicht – eisige Nächte im Zelt, körperliche Erschöpfung, die Einsamkeit der Hochgebirgslandschaft und technische Pannen fernab jeder Werkstatt. Gerade diese Strapazen machten die Tour zu einer Grenzerfahrung, die Durchhaltevermögen und Improvisationstalent gleichermaßen forderte.

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Für einen besonderen Moment am Vortragsabend sorgen fünf buddhistische Mönche aus Ladakh. Sie begleiten die Veranstaltung mit traditionellen Gebeten und einem rituellen Tanz und schaffen damit eine unmittelbare Verbindung zur spirituellen Welt des Himalaya. Lama Samten und seine Glaubensbrüder sind dem Publikum in der Region bereits bekannt: In den vergangenen Wochen fanden ihre Sandmandala-Arbeiten in Saarbrücken, Saarlouis und Zweibrücken großen Zuspruch.

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Der Abend ist Teil der Vortragsreihe „Fremde Länder, Kulturen und Menschen im Bildungszentrum Kirkel“ und wird in Kooperation mit den Freunden des Abenteuermuseums veranstaltet. Wer dabei sein möchte, kann telefonisch unter 06849 9090, per E-Mail an kultur.bzk@arbeitskammer.de oder über die Website des Bildungszentrums Kirkel reservieren.

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