Die anhängenden Fotos stammen von Stephan Bentz/Stadtverwaltung. —
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Der geplante Kaiserradweg rückt ein Stück näher an die Umsetzung. Beim 3. Saarländischen Radgipfel in Saarbrücken ist eine weitere formale Hürde genommen worden, die für den Ausbau des Radverkehrs zwischen der Landeshauptstadt und Homburg von Bedeutung ist. Vertreter von Land, Landkreis und beteiligten Kommunen bekannten sich dort gemeinsam zu dem Vorhaben.

Auf dem Gipfel unterzeichneten Verwaltungschefs und Spitzenvertreter der beteiligten Stellen zusammen mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) eine Absichtserklärung, den sogenannten Kaiserradweg als Radvorrangroute zu entwickeln. Für die Stadt Homburg setzte Bürgermeister Manfred Rippel seine Unterschrift unter den „Letter of Intent“. Die Vereinbarung sieht vor, in den kommenden Jahren einen etwa 36 km langen Radweg zwischen Saarbrücken, in der Nähe des Halbergs, und Homburg zu schaffen. In der Erklärung sichern sich alle beteiligten Akteure gegenseitige Unterstützung bei Planung und Umsetzung zu.

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Die inhaltliche Vorbereitung des Projektes läuft bereits seit Anfang 2025. Auf Initiative der begleitenden Projektgruppe hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) als vorrangig zuständige Einrichtung eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Fachleute prüfen darin, wie die aktuelle Situation entlang der geplanten Strecke aussieht und wo konkret Handlungsbedarf besteht. Ziel ist es, eine solide Entscheidungsgrundlage zu schaffen, auf der später Detailplanungen und bauliche Maßnahmen aufbauen können.

Die anhängenden Fotos stammen von Stephan Bentz/Stadtverwaltung. —

Mit der Untersuchung befasst sind die Büros PTV aus Karlsruhe und IGS aus Neuss. Sie analysieren nicht nur den Bestand, sondern simulieren auch, welche Auswirkungen eine verbesserte Rad-Infrastruktur auf den Alltagsradverkehr haben könnte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Strecke so gestalten lässt, dass Radfahren auf dieser Verbindung schneller und sicherer wird und damit für Menschen auf ihren täglichen Wegen – etwa zur Arbeit oder zur Ausbildung – attraktiver wird.

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Bürgermeister Rippel sieht in dem Projekt eine große Chance für die Region. „Der Kaiserradweg ist zweifellos ein ambitioniertes Projekt, aber dank der Zusammenarbeit der beteiligten Partner und mit der nun vereinbarten gegenseitigen Unterstützung aller Akteure, sollte es gelingen, diesen Vorrangweg in die Tat umzusetzen. Diese wird dann schnell und sicher sein sowie sicherlich zum Umsteigen aufs Rad einladen“, sagte Rippel in Saarbrücken.

Koordiniert wird das Vorhaben von einer Projektgruppe, die seit dem Anstoß durch den VCD im Jahr 2022 bereits 16-mal zusammengekommen ist. In diesem Gremium arbeiten Vertreter der Kommunen Saarbrücken, St. Ingbert, Kirkel und Homburg ebenso mit wie Delegierte des Saarpfalz-Kreises und des Biosphärenzweckverbandes. Hinzu kommen Vertreter des Verkehrsministeriums, des Landesbetriebs für Straßenbau, des VCD und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sowie Fachleute der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW).

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Der VCD übernimmt dabei eine zentrale Rolle in der Moderation. Seit Beginn des Prozesses leitet Initiator Werner Ried die Sitzungen ehrenamtlich. Das Gremium dient als Plattform, um Interessen abzugleichen, fachliche Fragen zu klären und den Planungsprozess für den Kaiserradweg gemeinsam voranzubringen. Mit der nun unterzeichneten Absichtserklärung ist das Projekt zwar noch nicht baureif, hat aber ein deutliches politisches Signal und eine verbindliche Grundlage für die nächsten Schritte erhalten.

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