In Neunkirchen soll in den kommenden Monaten intensiv darüber gesprochen werden, wie die Innenstadt künftig aussehen und funktionieren soll. Grundlage dafür ist ein neues Projekt mit dem Titel „Zukunftsbilder für Neunkirchen – die Stadt, die wir sein wollen“, das nun eine kräftige finanzielle Unterstützung vom Land erhält.
Am Freitag, 6. Februar, hat Wirtschaftsminister Jürgen Barke der Kreisstadt Neunkirchen einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 179.000 Euro überreicht. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm für Kommunen zur Stärkung des saarländischen Einzelhandels. Mit den Landesmitteln soll das neue Innenstadtprojekt angeschoben und organisiert werden.
Barke betonte bei der Übergabe, dass Neunkirchen aus seiner Sicht einen zeitgemäßen Ansatz wählt. „Neunkirchen zeigt, wie moderne Innenstadtentwicklung heute angegangen werden kann: Handel, Kultur und Stadtgesellschaft sollen in einem ganzheitlichen Leitbild zusammengeführt werden. Ich bin gespannt auf die Ideen und Impulse, die aus diesem Prozess entstehen werden“, sagte der Wirtschaftsminister. Das Förderprogramm des Landes zielt darauf ab, Kommunen dabei zu unterstützen, ihre Zentren zu stärken und den Einzelhandel in schwierigen Zeiten zu stabilisieren.
Auch Oberbürgermeister Jörg Aumann knüpfte an die bisherigen Überlegungen zur Stadtentwicklung an. „Wir müssen das Wir-Gefühl in Neunkirchen verbessern. Das sagt bereits unser Stadtentwicklungskonzept. Echte Identität kann nur partizipativ mit der Bevölkerung erarbeitet werden. Das wollen wir gemeinsam mit dem Verkehrsverein angehen. Ich danke der Landesregierung für die Förderung“, erklärte Aumann. Die Stadtspitze sieht in dem Projekt die Chance, vorhandene Konzepte mit konkreten Maßnahmen zu unterfüttern und dabei die Menschen vor Ort stärker einzubeziehen.
Kern des Vorhabens sind verschiedene Beteiligungsformate, mit denen die Stadt Neunkirchen möglichst viele Gruppen erreichen will. Geplant sind Partizipationsangebote und vertiefende Workshops, an denen nicht nur der Einzelhandel und andere Gewerbetreibende teilnehmen sollen. Auch Vereine, Initiativen und interessierte Bürgerinnen und Bürger der gesamten Stadtgesellschaft sollen in den Prozess eingebunden werden. So sollen unterschiedliche Perspektiven auf die Innenstadt zusammenkommen.
Als sichtbarer Ort für diesen Dialog ist eine „Zukunftswerkstatt“ vorgesehen, die in einem derzeit leerstehenden Ladenlokal eingerichtet wird. Dort sollen die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses vorgestellt und weiter diskutiert werden. Am Ende des Projekts soll ein umsetzungsorientierter Maßnahmenkatalog für die Neunkircher Innenstadt stehen. Dieser Katalog soll konkrete Schritte enthalten, wie Handel, Kultur und städtisches Leben künftig besser verzahnt und die Innenstadt als Aufenthalts- und Einkaufsort gestärkt werden können.
Mit der Förderung aus dem Landesprogramm erhält Neunkirchen damit die Möglichkeit, die bereits angestoßene Stadtentwicklung mit einem breiten Beteiligungsprozess zu verbinden und die Rolle des Einzelhandels in der Innenstadt neu zu justieren.



















