Symbolbild

Ministerpräsident Tobias Hans will das Saarland in den nächsten Jahren zum Hot-Spot für Gründer entwickeln, um wichtige Impulse für den Strukturwandel zu setzen und neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür sollen 15,7 Mio. bereitgestellt werden.

Im Saarland entstehen nach Einschätzung der Staatskanzlei noch zu wenige nachhaltig wachsende Unternehmen, die sich erfolgreich am Markt behaupten. Aus diesem Grund hatte die Staatskanzlei die Standortagentur saar.is gebeten, eine Studie bei KPMG in Auftrag zu geben, die erfolgsrelevante Lücken im Lebenszyklus von saarländischen Startups aufzeigen und konkrete Maßnahmen zum Lückenschluss vorschlagen soll. Nun stellten Ministerpräsident Tobias Hans und der Bevollmächtigte für Innovation und Strategie, Ammar Alkassar, die Studie vor.

Der SaarTech-Cycle ist ein ganzheitliches Konzept, um Wachstumshemmnisse im Lebenszyklus von Neugründungen anhand eines umfassenden Maßnahmenpakets zu schließen. Junge Start-ups sollen gemeinsam mit erfolgreichen Unternehmen von der Gründung bis zur Marktreife engmaschig und zielgenau betreut und begleitet werden. Darüber hinaus wird mit einem SaarTech-Fonds ein Finanzierungsinstrument für die Frühphase der Gründung bereitgestellt. Denn wie die Studie gezeigt habe, scheitern gerade daran viele Gründungen schon im Ansatz.

„Mit unserem Konzept stellen wir die technologie-orientierte Gründungsförderung auf ganz neue Beine. Mit dem SaarTech-Cycle werden wir die Zahl innovativer Start-ups spürbar erhöhen und deren Startchancen nachhaltig verbessern. Das Saarland bietet dafür die besten Bedingungen: Wir haben ein hochinnovatives, exzellentes Forschungsumfeld an den Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, eine starke Industrietradition und einen Mittelstand mit vielen „Hidden Champions“. Dort entstehen wichtige Innovationen, die entscheidend für erfolgreiche Gründungen und den Transfer in die Saarwirtschaft sind“, betont Ministerpräsident Tobias Hans.

Um die Weiterentwicklung des saarländischen Gründer-Ökosystems permanent im Blick zu behalten, wird, wie es die Studie empfiehlt, ein SaarTech-Beirat unter Federführung der Staatskanzlei eingerichtet. Zur Umsetzung der Maßnahmen im SaarTech-Cycle-Konzept werden 15,7 Mio. Euro bereitgestellt.

„Der weltweite Strukturwandel, befördert von neuen Technologien und Geschäftsmodellen, aber auch von einem zunehmenden Wettbewerb um die besten Talente, ist auch eine Herausforderung für das Saarland“, so der Bevollmächtigte Alkassar. „Unsere Unternehmen, Mittelstand wie Industrie, brauchen daher Innovationen. Sie müssen weiter wettbewerbsfähig bleiben angesichts offener Grenzen und einer starken weltweiten Konkurrenz. Vor allem werden dafür auch zusätzliche Gründungen benötigt, um neue originäre Wertschöpfung in unserem Land zu schaffen.“

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