Foto: FC 08 Homburg

Zwei Spiele, zwei Siege: Was die Ergebnisse anbelangt, läuft es für den FC Homburg unter dem neuen Trainer Joti Stamatopoulos rund. Gegen den Tabellenletzten aus Stadtallendorf war dafür am 25. Spieltag der Regionalliga Südwest aber ein echter Kraftakt nötig. Den 2:1-Siegtreffer erzielte Daniel di Gregorio erst in der Nachspielzeit. Zuvor hatten die Hessen ihr Tor fast über 90 Minuten mit Mann und Maus verteidigt.

Am Ende hatte der FCH das, was in den letzten Wochen und Monaten so oft fehlte: Glück. Denn als Daniel di Gregorio die Kugel nach einer Ecke dann doch noch über die Linie drückte, lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit. Verdient war der Siegtreffer, daran bestand nach 90 Minuten Anrennen kein Zweifel. Dennoch, zuvor hatte sich die Mannschaft gegen einen tiefstehenden Tabellenletzten schwerer getan, als es Trainer und Anhängern lieb sein konnte.

Dass das Spiel für die Grün-Weißen so schwer war, lag nicht zuletzt daran, dass Stadtallendorf bereits nach vier Minuten in Führung ging. Jascha Döringer wurde auf der linken Seite von Marco Hingerl nicht konsequent genug gestört, konnte nach innen ziehen und mit einem platzierten Schuss Torwart David Salfeld überwinden. Spannend war es nun zu sehen, wie die Mannschaft reagieren würde. Unter Ex-Coach Matthias Mink waren die Grün-Weißen schließlich nach solchen Nackenschlägen oftmals zutiefst verunsichert aufgetreten. 

Doch die Männer von Joti Stamatapoulos reagierten dieses Mal keineswegs geschockt und versuchten mit gepflegtem Passspiel zu Chancen zu kommen. Bereits zwei Minuten nach dem Rückstand konnte so Jannik Sommer freigespielt werden, der jedoch letztlich aus guter Position am gut aufgelegten Stadtallendorfer Torwart Joao Gabriel Borgert scheiterte. In der Folge entwickelte sich ein wildes Spiel, in dem beide Mannschaften ihre Chancen hatten. 

So trafen beide innerhalb von zehn Minuten das Aluminium. Während Döringer auf Seiten der Hausherren nur die Unterseite der Latte traf (10.), rettete acht Minuten später auf der Gegenseite der Pfosten gegen einen Versuch von Marcel Carl. Nach einer halben Stunde dann eine weitere Riesenchance für die Grün-Weißen, doch Borgert parierte einen gar nicht mal schlecht getretenen Elfmeter von Sommer herausragend. Kurz vor der Pause hatte zwar Marceta noch einmal die Chance auf den Ausgleich, doch wiederum war es der Stadtallendorfer Schlussmann, der für die Hausherren retten konnte. So blieb es zur Pause bei der Führung für das Tabellenschlusslicht, das sich beflügelt durch die frühe Führung keineswegs nur in der eigenen Hälfte versteckt hatte.

Das sollte sich in der zweiten Hälfte ändern, denn die Grün-Weißen erhöhten nun noch einmal deutlich den Druck und ließen die Hessen kaum einmal verschnaufen. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten: Philipp Hoffmann bediente Damjan Marceta und der wuchtete den Ball in die Maschen (57). Keine Chance dieses Mal für den ansonsten tadellosen Torhüter der Heimelf. 

Und die Homburger blieben am Drücker. Ergebnis war eine Vielzahl an Standardsituationen, die jedoch zunächst nichts einbrachten. Wieder und wieder segelte die Kugel in den Strafraum der Hausherren, doch diese schafften es lange Zeit mit Glück und Geschick, den zweiten Gegentreffer zu verhindern. Doch in der Nachspielzeit war es schließlich doch noch so weit: Eine Ecke von Patrick Lienhart flog in den Sechzehner, der eingewechselte Ivan Sachanenko verlängerte das Leder und di Gregorio stand goldrichtig und erzielte den umjubelten Siegtreffer. Das Ergebnis stimmte also an diesem Nachmittag. Spielerisch war das jedoch mit Sicherheit noch ausbaufähig. Gegen die Offenbacher Kickers am kommenden Dienstag muss in dieser Hinsicht deutlich mehr kommen, wenn man auch im dritten Spiel unter dem neuen Coach die Oberhand behalten will. 

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