Foto: Giusi Faragone

Die Landesregierung stellt für die Unterstützung sozial schwacher Haushalte kostenlos zwei Millionen medizinische Masken zur Weiterverteilung zur Verfügung. Die Organisation zur Verteilung der Masken wird Ende der Woche, in Absprache mit den Sozialverbänden und anderen Beteiligten sowie dem Umwelt- und dem Sozialministerium im „Beirat zur Armutsbekämpfung“ erfolgen.

„Wir möchten, dass alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig vom Geldbeutel, weiterhin am öffentlichen Leben teilnehmen können“, so Umwelt und Verbraucherschutzminister Reinhold Jost. Die Masken wurden im vergangenen Jahr durch das Umweltministerium angeschafft und jetzt vor der Ausgabe nochmals auf ihre Markttauglichkeit überprüft. Es handelt sich dabei um zertifizierte OP-Masken.  Bereits im letzten Jahr hatte das Umweltministerium im Rahmen des Pandemiegeschehens und unabhängig von der Ressortzuständigkeit Hilfe und Unterstützung an den Tag gelegt: So zum Beispiel mit der Initiative „Flinke Finger für helfende Hände“, bei der das Umweltministerium kostenlos Stoff, Gummiband und Garn an fleißige Näherinnen und Näher lieferte, die daraus Mund-Nasen-Schutz-Masken anfertigten. Im April 2020 erhielten die Städte und Gemeinden zudem insgesamt fünf Millionen Masken, die von Umweltminister Jost und Innenminister Klaus Boullion innerhalb weniger Tagen beschafft und über die Kommunen an alle saarländischen Haushalte verteilt wurden.

Die Abfederung coronabedingter Notlagen beschäftige das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz nahezu das gesamte vergangene Jahr: Wegen der wegfallenden Schulobstlieferungen durch geschlossene Schulen im Frühjahr 2020, leitete das Umweltministerium die vorhandene Ware an Tafeln, Altenheime und Krankenhäuser weiter. „In elf Wochen haben wir rund 100 Tonnen Obst und Gemüse umleiten und damit etwa 6000 Menschen pro Woche versorgen können“, so Jost. Darüber hinaus setzte sich das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Sozialministerium dafür ein, dass Energieversorger während der Pandemie auf neue Stromsperren verzichten und bestehende aufheben. Ein Notfallfonds stellt zudem sicher, dass in Not geratene Haushalte künftig vor Stromsperren besser geschützt sind. Bei diesem bundesweit einmaligen Projekt arbeiten Umwelt- und Sozialministerium, Energiewirtschaft, Sozialverbände und Verbraucherzentrale zusammen.

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