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Der Corona-Krisenstab des Bundes besucht derzeit mit einer Fachdelegation die Bundesländer, um sich über Erfolg und Nutzen der in der Vergangenheit getroffenen Corona-Maßnahmen zu informieren. Nun war er im Saarland zu Gast.

Ziel ist es, anhand gewonnener Erkenntnisse in den einzelnen Bundesländern besser auf Entwicklungen des Pandemie-Geschehens reagieren zu können. Dazu war Generalmajor Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabs des Bundes, im Saarland zu Besuch. Der Chef der Staatskanzlei, David Lindemann, begrüßte die Delegation gemeinsam mit Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung in der Staatskanzlei, um über das Corona-Management im Saarland zu sprechen und sich über mögliche Szenarien der kommenden Monate auszutauschen.

David Lindemann betonte anlässlich des Besuchs: „Nach mittlerweile zwei Jahren Pandemie haben wir viele Erkenntnisse über den richtigen Umgang mit dem Virus gewonnen. Dass wir dieses Wissen länderübergreifend und koordiniert zusammenführen, ist gut und wichtig, um sowohl auf regionaler, als auch auf bundesweiter Ebene noch besser auf das aktuelle Pandemie-Geschehen reagieren zu können. Der Austausch mit dem Corona-Krisenstab ist uns daher ein bedeutendes Anliegen. Wir wollen den Umgang mit Pandemien weiter verbessern und uns vor allem langfristig und nachhaltig organisieren.“

Generalmajor Breuer unterstrich die gute und kooperative Zusammenarbeit mit den Ländern.. „Nach dem akuten Krisenmanagement der letzten Monate ist es jetzt sehr wichtig in den Herbst zu schauen. Die Vorbereitungen gegen nächste mögliche Corona-Wellen müssen jetzt getroffen werden. Wir werden uns mit weiteren Wellen und Virusvarianten auseinandersetzen müssen, da sind sich die Experten absolut einig. Alle Maßnahmen müssen jetzt nachhaltig angegangen und gründlich geplant werden – das ist der entscheidende Baustein und kann unser Vorteil für die nächste Virussaison sein. Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Jetzt kommt es auf die nächsten Schritte an.“

Dr. Magnus Jung ergänzt: „In enger Zusammenarbeit aller betroffenen Bereiche und mit einem guten lokalen Monitoring-Verfahren konnten wir die Corona-Pandemie im Saarland in den vergangenen zwei Jahren gut meistern. Um auch weiterhin richtige Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt treffen zu können, sind Gespräche wie heute zur Reflexion der Maßnahmen und zur Analyse von Zukunftsperspektiven von zentraler Bedeutung. Dafür möchte ich dem Corona-Krisenstab des Bundes vielmals danken. Natürlich sehen wir in manchen Punkten auch Optimierungsbedarf: Sollte eine neue Welle im Herbst kommen, die eine vierte Impfung für große Teile der Bevölkerung verlangt, sind wir beispielsweise auf eine zuverlässige Impfstofflieferung und –verteilung angewiesen. Außerdem benötigen wir eine klare Botschaft zur Verlängerung der Impfzentren über Ende November hinaus.“

Im Mittelpunkt der anschließenden Gespräche standen daher neben der Bewertung der aktuellen Lage auch die saarländische Impf-Infrastruktur und mögliche Optimierungschancen für die Fortführung der Impfkampagne sowie die Gesundheitsversorgung insgesamt. Auch die wirksame Kommunikation mit allen verantwortlichen Stellen im Gesundheitsbereich, aber auch der breiten Öffentlichkeit, wurde gemeinsam bewertet und diskutiert.

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