Bild: FC 08 Homburg

Es war ein ganz hartes Stück Arbeit, doch am Ende landete der FC 08 Homburg den dritten Dreier in Serie. Der 1:0-Sieg gegen Tabellenschlusslicht TSV Schott Mainz war zwar völlig verdient, doch lange taten sich die Grün-Weißen schwer, echte Torchancen herauszuspielen. Kurz vor Schluss musste schließlich eine Einzelleistung her, um die drei Punkte zu sichern.

Rund 10 Minuten vor Schluss reichte es Philipp Schuck. Der 23-Jährige fasste sich einfach mal ein Herz, ließ zwei Mainzer aussteigen und knallte die Kugel in den Mainzer Kasten. Es sollte der entscheidende Treffer der Partie sein, denn von Mainz kam, wie über die kompletten 90 Minuten, nichts mehr nach vorne. Vielleicht hätte der FCH schon viel früher dieses erlösende 1:0 erzielen können. Denn mitunter hatte man das Gefühl, dass der letzte Tick Entschlossenheit, den Schuck in der 78. Minute zeigte, fehlte.

Zu oft spielte man doch noch einmal quer, anstatt einfach mal draufzuhalten. Immer wieder verzettelten sich die Grünen-Weißen, bei denen Loris Weiß für den rotgesperrten Markus Mendler auflief. Kein Wunder, denn die Mainzer standen über weite Strecken mit elf Mann in der eigenen Hälfte. „Wir haben gewusst, dass es ein Geduldsspiel wird, denn Schott Mainz verteidigt wirklich brutal gut“, wollte Trainer Timo Wenzel seiner Elf für die 80 torlosen Minuten keinen Vorwurf machen.

In diesen passierte im Grunde nicht viel. Homburg rannte an, flankte, trat Ecken – heraus kam dabei jedoch kaum etwas. Und Mainz war nach vorne hin zu limitiert, um wirklich Gefahr auszustrahlen. Die einzige Schrecksekunde für die Grün-Weißen gab es nach einer halben Stunde, als Torwart David Salfeld den Ball außerhalb des Sechzehners mit der Hand spielte. Glück für die Hausherren, dass es Schiedsrichter Marius Ulbrich hier bei einer Gelben Karte für den Homburger Schlussmann beließ. Die einzige echte Torchance für die Saarpfälzer hatte kurz vor der Halbzeitpause Jannis Reuss, der die Kugel aus kurzer Distanz jedoch nicht über die Linie drücken konnte.

Nach der Pause das selbe Bild: Der FCH schnürte die Mainzer hinten ein, wirklich zwingend waren die Aktionen jedoch nicht. Umso größer die Wut bei Fans und Mannschaft, als Philipp Hoffmann im Strafraum von Dominik Ahlbach von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Ulbrich zeigte jedoch nicht auf den Punkt und so blieb es erstmal beim 0:0.

Bis schließlich Schuck auf der linken Seite ein wunderschönes Solo zeigte und den Ball in die Maschen drosch. „Wir haben es dann auch gut über die Bühne bekommen“, blickte Wenzel nach dem Match auf die Schlussviertelstunde zurück, in der nicht mehr viel passierte. „Wir wollten die Woche mit einem Dreier vergolden und das haben wir gemacht“, war der Coach stolz auf sein Team, das zum ersten Mal in dieser Saison keinen Gegentreffer kassierte. Mit diesem hochverdienten Sieg tastet sich der FCH in der Tabelle weiter nach vorne. Mit einem Auswärtserfolg beim Saar-Pfalz-Derby kommenden Freitag gegen den FK Pirmasens könnte der FCH, nach einem völlig misslungenen Saisonstart, gar in die obere Tabellenhälfte springen.

 

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