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Rund 30 Millionen Euro fließen in den Aufbau regionaler Wasserstoffinfrastruktur für den Verkehr – verteilt auf drei Regionen, die ab sofort konkrete Projekte umsetzen dürfen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder überreichte am 17. März 2026 die Förderurkunden an die Gewinnerregionen Rügen-Stralsund, Erfurt und Rhein-Ruhr. Damit verlassen diese Standorte die Planungsphase und gehen in den praktischen Betrieb über.

„Deutschland ist Technologieführer und Vorreiter bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Jetzt nutzen wir diese Kenntnisse für den Alltag“, sagte Schnieder bei der Übergabe. Man wolle Regionen unterstützen, die tragfähige Strukturen aufgebaut hätten und nun den nächsten Schritt wagten – weg vom Konzept, hin zur Anwendung auf der Straße. „Unser Ziel ist klar: Wasserstofftechnologie in die Fläche bringen und damit einen messbaren Beitrag zum Klimaschutz im Verkehr leisten“, so der Minister.

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Die Investitionszuschüsse des Bundesverkehrsministeriums decken dabei nicht nur einzelne Fahrzeuge oder Tankstellen ab. Gefördert wird die gesamte Wertschöpfungskette – von der Erzeugung des Wasserstoffs über dessen Speicherung und Verteilung bis hin zur Betankung und zum tatsächlichen Einsatz im Verkehr. Damit sollen in den drei Regionen geschlossene Kreisläufe entstehen, in denen Produktion, Infrastruktur und Nutzung ineinandergreifen.

Die Förderung ist Teil des Programms „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“, das das Bundesverkehrsministerium seit 2019 betreibt. Es folgt einem dreistufigen Modell: In der ersten Stufe, HyStarter genannt, vernetzen sich regionale Akteure und entwickeln erste Ideen. Die zweite Stufe, HyExperts, dient der Ausarbeitung konkreter Konzepte. Erst in der dritten Stufe – HyPerformer – fließt Geld für die tatsächliche Umsetzung. Rügen-Stralsund, Erfurt und Rhein-Ruhr haben diesen Weg nun vollständig durchlaufen und gehören zur zweiten Runde der HyPerformer-Kategorie.

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Mit diesen drei neuen Regionen zählt das Programm inzwischen 53 geförderte Wasserstoffregionen in ganz Deutschland. Die Bandbreite reicht von ländlichen Gebieten an der Ostseeküste bis zu dicht besiedelten Ballungsräumen im Westen. Gerade diese Vielfalt soll zeigen, dass Wasserstoff als Energieträger im Verkehr nicht nur unter Laborbedingungen funktioniert, sondern unter ganz unterschiedlichen geografischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen tragfähig sein kann.

Koordiniert wird HyLand von der NOW GmbH, die als bundeseigene Gesellschaft Programme für nachhaltige Mobilität und Energieversorgung steuert. Die operative Umsetzung liegt beim Projektträger Jülich. Beide Institutionen begleiten die Regionen auf dem Weg von der ersten Netzwerkbildung bis zum laufenden Betrieb. Die Förderung selbst ist eingebettet in das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, mit dem der Bund den Markthochlauf dieser Technologien seit Jahren vorantreibt.

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Für die drei neuen HyPerformer-Regionen beginnt jetzt die Phase, in der sich entscheidet, ob aus ambitionierten Plänen belastbare Alltagslösungen werden. Die 30 Millionen Euro sind dabei weniger Belohnung als Startkapital – gedacht für Projekte, die sich mittelfristig selbst tragen sollen und den Beweis antreten müssen, dass grüner Wasserstoff im Verkehr wirtschaftlich bestehen kann.

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