Am dritten Adventswochenende war an der Gustavsburg in Jägersburg die Vorweihnachtszeit in vollem Gang. Veranstaltet wurde das Wochenende vom Heimat-, Kultur- und Verkehrsverein Jägersburg in enger Zusammenarbeit mit dem Ortsrat.
Noch bevor der Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet wurde, stand am Samstag die Kunst im Mittelpunkt. Im großen Saal der Gustavsburg wurde die Ausstellung der Künstlerin Alina Resch eröffnet. Schon zu Beginn waren viele kunstinteressierte Besucher gekommen. Der Vorsitzende des Heimat-, Kultur- und Verkehrsvereins, Jürgen Schäfer, hieß alle Gäste herzlich willkommen.
Oberbürgermeister Michael Forster und Ortsvorsteher Philipp Vollmar hoben hervor, dass es mittlerweile eine schöne Tradition sei, Veranstaltungen wie das Strandfest oder den Weihnachtsmarkt mit Kunstausstellungen zu begleiten. Das besondere Flair der historischen Gustavsburg mache sie zu einem beliebten Ausstellungsort – gerade in der Vorweihnachtszeit. Besonders erfreulich sei es, jungen Künstlerinnen eine Plattform zu bieten.

Die Künstlerin Alina Resch, in Wien geboren und seit 2010 in Deutschland, stellte sich den Besuchern persönlich vor. Schon als Kind habe sie ihre Leidenschaft für die Malerei entdeckt und diesen Weg später auch mit einem Studium verfolgt. In ihren Arbeiten verbindet sie botanische Motive mit Naturdarstellungen. In der Ausstellung waren unter anderem Szenen aus dem Naherholungsgebiet rund um die Jägersburger Weiher zu sehen – Werke, die vielen Besuchern sofort vertraut erschienen.

Im Anschluss ging es in den Innenhof der Gustavsburg, wo der Weihnachtsmarkt feierlich eröffnet wurde. Zahlreiche Jägersburger Vereine und Gruppen beteiligten sich in diesem Jahr: die Pfadfinder, Karsten Mühmel, die Cheerleader aus Jägersburg, der Förderverein der Kita Jägersburg, der SPD-Ortsverein, der Angelsportverein, die Freiwillige Feuerwehr Jägersburg sowie deren Jugendabteilung. Ergänzt wurde das Angebot durch private Anbieter und engagierte Helfer.
Kulinarisch ließ der Markt keine Wünsche offen: Glühwein, Winzerglühwein, Kinderpunsch, Jagertee, Kartoffelwaffeln, Bratwürste, Eierlikör, Süße Waffeln, sowie Weihnachtsgebäck, Kaffee und Kuchen sorgten dafür, dass niemand hungrig oder durstig blieb. Musikalisch umrahmt vom Musikverein Reiskirchen begrüßten Ortsvorsteher und Oberbürgermeister die zahlreichen Besucher und erklärten den Weihnachtsmarkt offiziell für eröffnet.

Beide betonten, dass der Jägersburger Weihnachtsmarkt nicht nur durch die beeindruckende Kulisse der Gustavsburg besticht, sondern vor allem durch das große ehrenamtliche Engagement im Ort. Die festlich geschmückten Weihnachtsbäume entlang der Hauptstraße und die liebevolle Gestaltung des Marktes seien nur durch viele helfende Hände und großzügige Sponsoren möglich. Dafür galt allen Beteiligten ein herzlicher Dank.
Auch am Sonntag herrschte reger Betrieb. Ein besonderer Programmpunkt war die Spendenübergabe an den katholischen Kindergarten Jägersburg. Ortsvorsteher Philipp Vollmar erklärte, dass es in Jägersburg gute Tradition sei, Erlöse aus dem Oster- und dem Kunsthandwerkermarkt an den Kindergarten zu spenden. In diesem Jahr habe man sich bewusst entschieden, die Übergabe im Rahmen des Weihnachtsmarktes vorzunehmen.
Der Kunsthandwerkermarkt, der vom Heimat-, Kultur- und Verkehrsverein organisiert und seit vielen Jahren von Annette Haist mit großem Engagement betreut wird, war erneut sehr erfolgreich. Aus dem Erlös konnte eine Spende in Höhe von 750 Euro übergeben werden. Jürgen Schäfer überreichte den symbolischen Scheck an Sabine Fuhrmeister, die Leiterin der Kita. Frau Fuhrmeister bedankte sich herzlich und berichtete, dass aktuell rund 125 Kinder in der Einrichtung betreut werden, viele davon aus Jägersburg. Die gute Zusammenarbeit zwischen Kindergarten, Elternausschuss, Förderverein, Ortsrat und Vereinen sei etwas ganz Besonderes. Gemeinsam mit Vertreterinnen des Elternausschusses und dem Förderverein erklärte sie, dass die Spende – wie bereits bei der letzten Unterstützung – für eine weitere hochwertige Sitzbank im Außengelände verwendet wird.

Auch Maren Berger, Vorsitzende des Fördervereins, bedankte sich für die finanzielle Unterstützung. Der Förderverein übernehme regelmäßig Kosten für Anschaffungen, die über das reguläre Budget hinausgehen, etwa Möbel oder Ausstattung für die Kinder – hier seien Spenden eine große Hilfe.
Zum Abschluss erinnerte Jürgen Schäfer daran, dass die Unterstützung des Kindergartens in Jägersburg schon seit vielen Jahren gute Tradition sei. Der Kindergarten sei eine tragende Säule der Dorfgemeinschaft – und Investitionen in Kinder seien Investitionen in die Zukunft.
Danach gehörte die Bühne den Kindern: Mit Liedern und kleinen Tänzen begeisterten sie Eltern, Verwandte und Besucher. Als krönender Abschluss kam der Nikolaus in den Innenhof der Gustavsburg und verteilte Weckmänner und kleine Geschenke – strahlende Kinderaugen inklusive.

Die Jägersburger Vorweihnacht 2025 zeigte einmal mehr, wie viel Herzblut, Gemeinschaftssinn und Engagement in diesem Ort stecken. Eine rundum gelungene, harmonische Veranstaltung, die allen Beteiligten noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Übrigens wurde bei der Jägersburger Vorweihnacht auch an die Kinder gedacht, die durch ihre Krankheit keinen Weihnachtsmarkt besuchen können. So sammelte und bat Klaus Bann, ein Jägersburger Gewerbetreibender, schon über den Reiskircher Adventmarkt und am Wochenende bei der Jägersburger Vorweihnacht an der Gustavsburg, um Spenden für die McDonalds Kinderhilfe.
Alle Bilder (Fotos: Friedel Simon):










































































