Nach dem Heimsieg gegen die Stuttgarter Kickers wartet auf den FC 08 Homburg am heutigen Samstag (14 Uhr) in Alzenau die nächste Pflichtaufgabe – zumindest auf dem Papier. Doch Trainer Roland Seitz warnt eindringlich vor dem Tabellen-Vorletzten. „Das ist ein schwieriges Spiel, gerade nach einem Highlight wie am vergangenen Sonntag“, sagte der 60-Jährige vor der Partie. „Wir wissen, dass Alzenau in den letzten Heimspielen immer geführt hat. Das zeigt, dass sie zuhause gefährlich sind.“
Mit 24 Punkten aus 15 Spielen rangiert der FCH auf Platz sieben der Regionalliga Südwest und könnte mit einem Sieg weiter Boden auf die Spitzenplätze gutmachen. Der Gegner hingegen steckt mitten im Tabellenkeller: Alzenau steht mit nur acht Zählern und sechs Niederlagen in Serie unter Druck. Dass die Partie für Homburg deshalb ein Selbstläufer wird, glaubt jedoch niemand. „Gerade solche Spiele sind Kopfsache“, erklärte Minos Gouras, der gegen Stuttgart mit zwei Treffern zum Matchwinner wurde. „Wir müssen von Anfang an konzentriert sein, unser Spiel durchziehen und dürfen den Gegner nicht ins Laufen kommen lassen.“
Seitz sieht sein Team auf einem guten Weg. Nach zwei Auswärtsspielen ohne Sieg soll diesmal wieder ein Dreier her. „Wir haben in den letzten beiden Spielen auswärts nur einen Punkt geholt – das wollen wir korrigieren“, betonte der Trainer. „Wir müssen das Spiel mit Respekt, aber auch mit dem Selbstvertrauen der letzten Wochen angehen.“ Mit Blick auf die Tabellenkonstellation wäre ein Sieg Pflicht, um den Anschluss nach oben zu halten.
Personell kann der FCH fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Oliver Kovacic (muskuläre Probleme) und Lukas Hoffmann (Sprunggelenksverletzung) fallen aus, Mart Ristl kehrt nach Gelbsperre zurück. „Das ist für uns im November nicht selbstverständlich, dass wir fast alle an Bord haben“, so Seitz. Auch bei der Stimmung im Team stimmt die Richtung: „Wir arbeiten ruhig, konzentriert und wissen, dass wir noch Luft nach oben haben – auch wenn wir zuletzt gute Spiele gemacht haben.“
Für die Grün-Weißen gilt es, den Schwung aus dem Stuttgart-Spiel mitzunehmen. Mit nur 18 eigenen Treffern und 39 Gegentoren zählt der Aufsteiger aus Alzenau zu den defensiv anfälligsten Teams der Liga. Doch der FCH hat Respekt vor dem Gegner, der zuletzt gegen Waldorf und Fulda jeweils früh führte. „Das zeigt, dass sie mutig nach vorne spielen“, so Seitz. „Wir dürfen ihnen keine Räume lassen und müssen unser Spiel konsequent aufziehen.“
Ein Sieg wäre für die Homburger nicht nur tabellarisch wichtig, sondern auch ein Signal in Richtung Stabilität. Die zuletzt erkennbar verbesserte Balance zwischen Offensive und Defensive soll nun auch auswärts greifen. Gouras bringt es auf den Punkt: „Wir wissen, dass wir die Qualität haben. Jetzt müssen wir sie wieder auf den Platz bringen – und drei Punkte mitnehmen.“
Anstoß ist am Samstag um 14 Uhr in der Mairec-Arena in Alzenau.


















