Foto: MIBS/F. Roggenland
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Wo früher ein kaum noch genutzter Asche-Sportplatz vor sich hin dämmerte, toben jetzt Kinder durch eine Matschküche, messen sich Jugendliche auf dem Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours und spielen Seniorinnen und Senioren eine Runde Boule. Der neue Mehrgenerationenspielplatz „Hellberg“ in Eppelborn wurde feierlich eingeweiht – und mit ihm ein Konzept, das weit über eine gewöhnliche Spielfläche hinausgeht. Rund 377.000 Euro an Fördermitteln hat das saarländische Innenministerium insgesamt für verschiedene Projekte in der Gemeinde bereitgestellt.

Den größten Anteil der Zuwendungen macht der Neubau zweier Brücken im Gemeindebezirk Dirmingen aus. Für die Erneuerung einer Brücke im Brühlpark sowie einer weiteren Verbindung zwischen Grundschule und Borrwieshalle fließen insgesamt 280.776 Euro als Bedarfszuweisungen. Die Gesamtkosten für die Brücke im Brühlpark liegen bei rund 308.914 Euro, die für das zweite Bauwerk bei etwa 256.338 Euro. Innenminister Reinhold Jost übergab die Förderbescheide im Vorfeld der Spielplatz-Einweihung persönlich.

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„Mit den weiteren Bedarfszuweisungen für den Neubau von Brücken stärken wir die Verkehrssicherheit und investieren nachhaltig in die Lebensqualität vor Ort“, betonte Jost. Gleichzeitig hob er den gesellschaftlichen Wert von Mehrgenerationenspielplätzen hervor: „Dank des generationenübergreifenden und inklusiven Aufbaus werden Grenzen zwischen den Menschen abgebaut – genau das macht solche Projekte so wertvoll.“ Das Innenministerium steuerte 96.154 Euro zur Realisierung des Spielplatzes bei, dessen Gesamtkosten sich auf gut 405.226 Euro belaufen. Zusätzlich beteiligte sich das saarländische Umweltministerium mit 250.000 Euro an der Finanzierung.

Die Anlage am Hellberg profitiert von ihrer Lage inmitten eines bereits gewachsenen Bildungs- und Freizeitquartiers. Gemeinschaftsschule, Grundschule, Jugendzentrum, Radsportclub und Hellbergbad befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Angebot auf dem neuen Gelände ist entsprechend breit gefächert: Neben dem inklusiven Fahrrad-Parcours und einer rollstuhlgeeigneten Tischtennisplatte gibt es Felder für Beachvolleyball und Boule, eine 100-Meter-Laufbahn sowie eine Weitsprunganlage. Für die Jüngsten stehen ein inklusiver Kinderspielplatz mit Sandbaustelle und Matschküche bereit, während verschiedene Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen.

Der Weg zum fertigen Spielplatz begann bereits im Olympiajahr 2024. Damals nahm die Gemeinde am Wettbewerb „Mehrgenerationenspielplätze im Olympiajahr 2024″ teil und entwickelte die Planungen unter aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Dass deren Ideen tatsächlich Gestalt angenommen haben, lässt sich nun auf dem Hellberg besichtigen. Entstanden ist ein Ort, der Bewegung, Begegnung und Inklusion auf einer Fläche vereint – und der zeigt, wie aus einer brachliegenden Sportanlage ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen werden kann.

Für die Gemeinde Eppelborn bedeuten die Fördermittel des Landes einen spürbaren Schub. Ob sanierte Brücken oder ein Spielplatz, der Alt und Jung zusammenbringt: Die Investitionen zielen darauf ab, kommunale Infrastruktur zu modernisieren und den Alltag der Menschen vor Ort konkret zu verbessern. Minister Jost fasste den Anspruch so zusammen: Saarländische Städte und Gemeinden sollten die Möglichkeit haben, Orte zu schaffen, die Spaß an Sport und Bewegung fördern und zugleich elementare Werte wie Fairness, Toleranz und Respekt erlebbar machen.

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