Symbolbild
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Wer am kommenden Wochenende vom 10. bis 12. April auf Deutschlands Autobahnen unterwegs ist, darf mit einer vergleichsweise entspannten Lage rechnen. Der ADAC erwartet ein deutlich geringeres Verkehrsaufkommen als noch zum Ferienbeginn Ende März – der Grund: Viele Urlauber haben ihre Rückreise bereits in den Tagen zuvor angetreten, statt das letzte Ferienwochenende abzuwarten. Selbst der Berufsverkehr unter der Woche dürfte etwas ruhiger verlaufen als gewohnt.

In neun Bundesländern gehen die Osterferien zu Ende, darunter Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein. Lediglich im Saarland und in Thüringen dauert die schulfreie Zeit noch eine weitere Woche an. Weil sich der Rückreiseverkehr über mehrere Tage verteilt, rechnet der Automobilclub nicht mit langen Staus auf den deutschen Fernstraßen. Vereinzelte Verzögerungen auf klassischen Rückreiserouten sind allerdings weiterhin möglich.

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Als staugefährdet gelten vor allem die Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart und München sowie zahlreiche Fernverbindungen. Dazu zählen unter anderem die A1 zwischen Köln und Hamburg, die A3 von Oberhausen über Frankfurt und Würzburg bis Passau, die A5 zwischen Heidelberg und Basel sowie die A8 von Karlsruhe über Stuttgart und München bis Salzburg. Auch der Kölner Ring, die A9 zwischen Berlin und München, der Berliner Ring und die A7 von Frankfurt bis Füssen beziehungsweise von Hannover bis Flensburg gehören zu den neuralgischen Abschnitten. Im Süden Bayerns sind zudem die A93 am Inntaldreieck Richtung Kufstein, die A95 nach Garmisch-Partenkirchen, die A96 zwischen Lindau und München sowie der Autobahnring München betroffen.

Jenseits der deutschen Grenzen bleibt die Situation angespannter, weil in vielen europäischen Regionen die Osterferien noch andauern. In Österreich konzentrieren sich die Engpässe auf die großen Nord-Süd-Achsen – die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn stehen ebenso unter Druck wie die Fernpass-Route und die Strecken rund um den Arlberg. Wichtige Bundesstraßen im Alpenraum sind zeitweise ebenfalls stark belastet. In der Schweiz drohen Staus vor allem auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route sowie auf den Verbindungen zwischen Bern, Zürich, Basel und Chur. Auf italienischer Seite zählt die Brennerroute zu den Hauptbelastungspunkten, hinzu kommen die Strecken Mailand–Bologna, Bologna–Florenz und Verona–Venedig.

Auch abseits der Alpen kann es eng werden. In den Niederlanden sorgt der Ausflugsverkehr rund um den Keukenhof für Verzögerungen im Raum Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Auf den Hauptverbindungen aus Polen und Tschechien ist mit verstärktem Rückreiseverkehr zu rechnen, insbesondere an den Grenzübergängen drohen Wartezeiten. Wer nach Deutschland einreist, sollte zusätzlich Zeit für die laufenden Grenzkontrollen einplanen. Trotz der insgesamt günstigeren Prognose für das Inland empfiehlt es sich also, gerade bei grenzüberschreitenden Fahrten genügend Puffer einzukalkulieren.