Eine eindrucksvolle Zeitreise in die Antike erlebten am Wochenende mehr als 4500 Gäste im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim. Die Vita Romana, seit über 25 Jahren das Aushängeschild des Kulturparks, begeisterte auch in diesem Jahr mit einem abwechslungsreichen Programm, das Geschichte lebendig und greifbar machte.
Besonders im Mittelpunkt stand diesmal die neue Pferdeshow „Der Zenturio der zwei Welten“. Vor der eindrucksvollen Kulisse der Arena hinter den römischen Thermen wurde die Geschichte eines jungen Galliers erzählt, der zum römischen Zenturio aufstieg und zwischen Pflicht und Heimatliebe hin- und hergerissen war. Rasante Reiterszenen, Kämpfe und emotionale Momente sorgten für große Spannung und viel Beifall. Ergänzt wurde das Spektakel durch militärische Manöver römischer und gallischer Truppen sowie eine Greifvogelshow.
Neben der Arena zogen das Handwerkerdorf und die Lager der Legionäre zahlreiche Besucher an. Hier konnten die Gäste Handwerkskunst und Alltagsleben der Antike hautnah erleben. Mitmachaktionen für Kinder und Familien machten die Geschichte besonders anschaulich. Organisiert wurde die Veranstaltung erneut in enger Zusammenarbeit des Saarpfalz-Kreises mit dem Département Moselle – in diesem Jahr erstmals unterstützt durch den neu gegründeten Verein „Vita Futura“, der die grenzüberschreitende Entwicklung des Kulturparks weiter vorantreiben soll.
Die große Resonanz überzeugte auch die Ehrengäste: Gilbert Schuh, Vizepräsident des Départements Moselle, besuchte die Veranstaltung gemeinsam mit dem neuen Landrat des Saarpfalz-Kreises, Frank John. Bei einem Rundgang mit der französischen Grabungsleiterin Alexandra Vincent und Schauspielerin Henrietta Teipel konnten sie sich ein Bild vom lebendigen Fest machen.
In seiner Ansprache würdigte Landrat Frank John die Vielseitigkeit des Programms und betonte die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit: „Mit der Vita Romana setzen wir ein starkes Zeichen für die gemeinsame Kulturarbeit. Der neu gegründete Verein Vita Futura wird helfen, den Europäischen Kulturpark als Einheit weiterzuentwickeln.“ Auch Gilbert Schuh unterstrich dieses Ziel und sprach von einer „Gestaltung des Parks aus einem Guss“.
Am Ende war die Vita Romana nicht nur eine eindrucksvolle Geschichtsstunde unter freiem Himmel, sondern auch ein starkes Symbol für gelebte europäische Freundschaft – getragen vom Einsatz zahlreicher Akteure vor und hinter den Kulissen.






















