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Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938 | Mehrere Veranstaltungen zu verschiedenen Terminen

Wieder nähert sich die Erinnerung an das schlimme Geschehen der Reichspogromnacht 1938. Damals, am 9. November 1938, wurden in ganz Deutschland Synagogen geschändet, Wohnungen und Geschäfte jüdischer Bürgerinnen und Bürger verwüstet und in Brand gesteckt. Menschen jüdischen Glaubens, egal ob Mann oder Frau, Kind oder Greis, wurden in Angst und Schrecken versetzt, gedemütigt, verspottet und mit Hasstiraden beschimpft. Auch in Homburg Stadt blieben jüdische Familien nicht verschont. Um an die Opfer dieses schrecklichen Ereignisses zu erinnern, finden mehrere Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Homburg statt.

Im Rahmen der Erinnerungsarbeit lädt die Jugendorientierte Stadt Homburg gemeinsam mit den christlichen Kirchen in Homburg am Montag, 9. November, um 16 Uhr in die evangelische Stadtkirche zu einer Gedenkfeier ein. An diese schließt sich ein Schweigemarsch zur ehemaligen Synagoge an, um auch der Homburger Opfer zu gedenken. Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind wird von Seiten der Stadt an die furchtbaren Geschehnisse erinnern. Darüber hinaus konnte als Hauptrednerin Prof. Erika Rosenberg gewonnen werden. Prof. Rosenberg war eine enge Vertraute von Oskar Schindlers Witwe und hält heutzutage weltweit Vorträge, um das Erbe von Emilie und Oskar Schindler aufrecht zu erhalten. Die Gedenkveranstaltung wird musikalisch von der Musikgruppe „Atemwind“ begleitet. Weitere Beiträge werden von jungen Menschen vom Saarpfalz-Gymnasium und der protestantischen Kirchengemeinde Bruchhof-Sanddorf eingebracht.

Zudem bietet sich den Homburger Schulen am Dienstag, 10. November, ab 11.30 Uhr die Möglichkeit, in der Galerie im Saalbau einen Zeitzeugenvortrag von Prof. Erika Rosenberg zu besuchen. Interessierte Schulen melden sich bitte an bei Sandra Schatzmann, Kinder- und Jugendbüro der Stadt, Tel.: 06841/101-141.

Am Dienstag, 10. November, findet darüber hinaus eine Führung mit Hans-Joseph Britz vom Stadtarchiv Homburg durch das „jüdische Homburg“ statt. Treffpunkt hierfür ist um 15.00 Uhr auf dem historischen Marktplatz.

Alle Interessierten sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen, um die Geschichte nicht zu vergessen und für heute daraus zu lernen.

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