Symbolbild

Wer im Sommer verreist, will sich am Strand oder in den Bergen erholen – und nicht ständig daran denken, ob daheim alles in Ordnung ist. Genau in dieser Zeit aber haben Einbrecher leichtes Spiel, denn leerstehende Wohnungen und Häuser sind ihr bevorzugtes Ziel. Die Stiftung Warentest hat fünf Empfehlungen zusammengestellt, mit denen sich das eigene Zuhause für die Urlaubszeit absichern lässt.

Ein häufig unterschätzter Fehler beginnt schon vor der Abreise: das eigene Reisevorhaben breit zu streuen. Ob in der Chatgruppe verkündet oder als freundliche Notiz für den Paketboten an der Tür hinterlassen – solche Hinweise können sich rächen. „Reisedaten und Dauer des Sommerurlaubs sollten grundsätzlich nur mit wenigen und vertrauten Menschen geteilt werden“, betont Philip Chorzelewski, Experte der Stiftung Warentest. Denn dort, wo niemand zu Hause ist, schlagen Einbrecher besonders gern zu.

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Technisch lässt sich viel erreichen, und das oft schon mit überschaubarem Budget. Nachgerüstete Sicherungen an Fenstern und Türen sowie Überwachungstechnik machen Wohnungen und Häuser laut Chorzelewski deutlich schwerer zu knacken. Ein Test von Fenstersicherungen zeigt, dass auch günstige Lösungen einen guten Schutz bieten. Wer zusätzlich über eine Überwachungskamera nachdenkt, sollte vorab klären, woher der Strom kommt, wo die Aufnahmen gespeichert werden und welche Funktionen tatsächlich gebraucht werden.

Manchmal liegt das Risiko schlicht in der Sichtachse. Ein teurer Laptop auf dem Schreibtisch direkt am Fenster oder die offen stehende Schmuckschatulle signalisieren ungewollt, dass hier etwas zu holen ist. Wertvolles gehört deshalb außer Sichtweite und am besten weggeschlossen, etwa in einen Tresor oder ein Bankschließfach. Auch der Abschied selbst sollte unauffällig ausfallen: Wer das Gepäck schon in der Wohnung vorbereitet und es zügig im Auto verstaut, macht weniger auf sich aufmerksam. Längere Verabschiedungen verlegt man besser nach drinnen.

Während der Abwesenheit kommt es darauf an, dass das Zuhause möglichst belebt wirkt. Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren oder Apps lassen Lampen, Rollläden und sogar Fernsehsimulatoren so steuern, als wäre jemand da. Damit der Briefkasten nicht überquillt und damit zum Hinweisschild wird, lohnt es sich, Abos auszusetzen und Nachbarn oder Freunde zu bitten, ihn regelmäßig zu leeren. Bei dieser Gelegenheit können sie gleich noch die Pflanzen auf Balkon und im Garten gießen.

Und falls trotz aller Vorsicht doch etwas passiert, sollte die Absicherung im Hintergrund stimmen. Ein Blick auf die Hausratversicherung vor der Abreise klärt, ob im Ernstfall der entstandene Schaden auch tatsächlich gedeckt ist. Entscheidend ist nach Chorzelewskis Worten, dass die Police zu den eigenen Lebensumständen passt und die vereinbarte Haftungssumme stimmt. So bleibt am Ende mehr Raum für das, worum es im Urlaub eigentlich geht: das Abschalten.

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