Gerade jetzt gelangen Fliegen oft durch geöffnete Fenster in den Haushalt. Da die Insekten Krankheiten übertragen können, sollte der Wohnraum gezielt davor geschützt werden.

Am häufigsten vertreten in deutschen Wohnstuben sind die Gemeine Stubenfliege, die Schmeißfliege sowie die Tau- oder Obstfliege. Sie begeben sich in Wohnräume, da sich dort vielerorts aussichtsreiche Chancen ergeben, auf einen reich gedeckten Tisch zu stoßen. Während die Taufliege vorzugsweise Obst bevölkert, ist bei größeren Fliegen auch Fleischabfall willkommen, den sie beispielsweise in leicht offenstehenden Mülleimern im Wohnbereich vorfinden können.  

Ein zu hohes Aufkommen ist allerdings nicht unproblematisch. So gelten Fliegen als Krankheitsüberträger: Stuben- und Schmeißfliegen können Hunderte von Bakterientypen beherbergen und beispielsweise „Heliobacter pylori“ übertragen, ein Bakterium, dass Magenschleimhautentzündungen auslöst.

Nun gibt es vielerlei Methoden an Insektenschutz im Angebot, die geflügelten Besucher aus dem Wohnbereich fernzuhalten. Allerdings erweisen sich viele davon eher als wirkungslos, wie so manche Elektrofalle. Oder sie sind einfach unappetitlich, wie das bei Klebefallen oft gegeben ist. 

Versperrter Zugang: Insektenschutz für Fenster und Türen 

Die Fenster und Balkontüren gerade an wärmeren Sommertagen überhaupt nicht mehr zu öffnen, ist erst recht keine Option, zumal angesichts steigender Innentemperaturen die Wohnung durch Lüften zwangsläufig heruntergekühlt werden muss. In die Fenster lässt sich jedoch ein Insektenschutz mit Gitter einbauen. Auf diese Weise kommt frische Luft zwar herein, aber die Insekten bleiben außen vor. Montierbaren Insektenschutz für Fensteröffnungen und Türen gibt es in vielen Ausführungen – ob als simples Fliegengitter mit Rahmen, Insektenschutzrollo oder in Form von Drehrahmen für Balkontüren. 

Fliegenfreundliche Lebendfallen

Klebefallen sind zwar äußerst effektiv. Wer aber Wert auf ein schönes, gepflegtes Zuhause legt, findet damit nicht gerade eine sinnvolle Lösung. Nicht selten verfangen sich Kinder mit den Haaren daran, vor allem, wenn der Streifen eher mittig im Raum platziert ist. Außerdem sind die mit Insekten drapierten Klebestreifen im Laufe der Zeit mehr als unansehnlich.

Daneben gibt es Fliegenklatschen als bewährtes Mittel. Die Tiere einzeln zu erwischen, ist zum einen jedoch relativ aufwendig, zum anderen hinterlässt das oft auch unschöne Flecken, zum Beispiel an der Wand. Und emotionsloses Töten ist vielfach auch nicht für jeden umsetzbar.

Eine Alternative bei Kleinstfliegen sind beispielsweise Lebendfallen zum Selberbasteln. Dafür kann ein gesäubertes Marmeladenglas genommen werden. Darin wird ein kleines Stück geschältes Obst gelegt. Mit einem zu einem Trichter gefaltetem Stück Papier haben die Tiere dann zwar Zugang, kommen aber ohne Weiteres nicht mehr heraus. Sobald sich ausreichend Exemplare im Glas angesammelt haben, können sie in die Freiheit entlassen werden. 

Diese Methode sollte aber erst zum Einsatz kommen, wenn sich bereits eine Schar an Obstfliegen zu Hause herumtummelt. Die grundsätzliche Prävention ist immer: Hygiene im Haushalt.

Sauberkeit hält ungebetene Gäste fern

Nahrungsmittel und verschmutzte Töpfe, Teller und Tassen sind die eigentlichen Lockmittel für große und kleine Fliegen. Fruchtfliegen haben dabei vor allem die für Menschen unangenehme Eigenschaft, in der Nahrung auch noch ihre Eier zu hinterlassen und sich dadurch zusätzlich zu vermehren.

Aus diesem Grund sollten Früchte im Sommer nie offen gelagert werden, sondern beispielsweise in fest verschlossenen Plastikbehältern unterkommen. Ratsam ist es auch, Essgeschirr immer nach den Mahlzeiten abzuspülen. Wichtig ist zudem, alle angebrochenen Tüten mit Lebensmitteln wie Haferflocken, Reis oder Gewürze in separate Behälter mit Schraubdeckel umzufüllen. Dadurch bleiben Küchen und Abstellkammern auch vor Motten verschont. 

Ebenso empfiehlt es sich, den Abfalleimer regelmäßig zu leeren. Am besten sind zudem Mülleimer-Modelle, bei denen sich der Deckel fest zuklappen lässt, um auch einen Befall bei nur geringem Füllstand des Eimers zu verhindern. Ferner existieren auch Eimer-Varianten mit Schwingdeckel. Diese schließen aber nicht immer vollständig ab, vor allem, wenn sie älter sind, kann durch den Verschleiß der Aufhängung der Verschluss schon mal offenbleiben. 

Fazit: In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich in einem Haushalt, der tipptopp sauber gehalten wird, kaum Insekten aufhalten. Der Wohnraum wird geradezu unattraktiv, da sämtliche Nahrungs- und Vermehrungsgrundlagen entfallen.

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