Das Team des karitativen Weihnachtsmarktes am Stockwäldchen hat die fantastische Summe von 51.450 Euro als Spende übergeben. - Foto: Rosemarie Kappler

Obwohl auch letztes Jahr der Weihnachtsmarkt am Stockwäldchen in Oberbexbach abgesagt werden musste sammelten die „Macher“ des Marktes erneut eine beachtliche fünfstellige Spendensumme ein. Rund 200 Firmen und Einzelpersonen haben sich daran beteiligt. 51.450 Euro wurden letzte Woche an die Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland und die Mukoviszidose-Hilfe übergeben.

Wieder einmal ist viel Herzblut geflossen, auch wenn im Oktober bereits festgestanden hatte: Das mit dem Weihnachtsmarkt wird wieder nix. „Bei Einhaltung der Abstandsregeln hätten wir nur drei Leute in den Buden unterbringen können und Kontrollen am Eingang wären gar nicht möglich gewesen. Das hätten wir gar nicht leisten können. Wenn es dann geheißen hätte: beim Feix haben sie sich angesteckt… Nein, diesen Schuh wollten wir uns nicht anziehen und haben deshalb den Markt abgesagt“, skizziert Ludwig Feix die Ausgangssituation im Herbst.

Sein Partner Peter Hauser sieht die Absage in Pandemiezeiten relativ entspannt: „Wenn andere und vor allem professionelle Weihnachtsmarktanbieter es nicht hinkriegen, dann wir hier ohnehin nicht. Viele Märkte, die geplant waren, wurden ja abgesagt.“ Aber – und das muss nun an dieser Stelle doch erwähnt werden – keiner dieser Weihnachtsmärkte nennt sich „karitativ“. Dieses Attribut ist ein Alleinstellungsmerkmal des „Weihnachtsmarktes am Stockwäldchen“, und weil die Besucher inzwischen wissen, wofür die Erlöse in jedem Jahr bestimmt sind, strömen sie inzwischen von nah und fern. Der Weihnachtsmarkt am Stockwäldchen hat sich weit in der Region einen Namen gemacht und gilt mit seinem Budendorf als einer der schönsten Weihnachtsmärkte, hat auch Bexbachs Bürgermeister Christian Prech von Jahr zu Jahr erleben dürfen: „Was ihr hier leistet und was ihr jetzt wieder an Spendengeldern übergeben könnt, das ist aller Ehren wert.“

Neu im Team der Organisatoren sind Matthias und Andrea Schöner, die einen Hausmeister-Servivce betreiben. Gemeinsam mit Claudia und Ludwig Feix, sowie Christine, Peter und Daniel Hauser, habe sie rund 200 weitere Unterstützer gefunden. Über die Jahre hinweg kamen beim karitativen Weihnachtsmarkt insgesamt 560.000 Euro zusammen. 2021 hatte man damit gerechnet, dass wegen der immer noch herrschenden Pandemielage und der ungeheuren Spendenwelle für die Flutkatastrophen-Opfer das Ergebnis hinter den Erwartungen zurückbleiben wird. Dem war nicht so. Im Gegenteil: Das Vorjahresergebnis wurde wiederum getoppt und damit wurde erneut das Ziel von Ludwig Feix geschafft: Von Jahr zu Jahr besser werden. Nun hoffen Claudia und Ludwig Feix, Christine, Peter und Daniel Hauser, Andrea und Matthias Schöner darauf, dass im Jubiläumsjahr die Pandemie abflacht, „damit wir wieder einen Weihnachtsmarkt veranstalten können.“

Bei Ina Ruffing von der Elterninitiative krebskranker Kinder, und bei Evelyn und Lena Lill war die Überraschung ob der erneuten Riesenspende deutlich spürbar. „Das ist eine große Leistung von Menschen, die sich über Jahrzehnte so einsetzen. Das ist das Herzblut“, meinte Evelyn Lill. Die erhaltene Spende werde angespart für die Erweiterung der Mukoviszidose-Station am Universitätsklinikum Homburg. Der Elterninitiative krebskranker Kinder dient die Spende zur Finanzierung des im Bau befindlichen neuen Eltern-Kind-Hauses, das exakt in einem Jahr fertig sein soll. Neben Wohnmöglichkeiten soll es dort auch Therapie-, Forschungs- und Begegnungsräume geben. Das Bauvolumen bezifferte Ruffing mit 3,2 Millionen Euro.

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