Ein symbolischer Scheck über 1.000 Euro und eine Urkunde – vor allem aber die öffentliche Anerkennung für eine Idee, die vielen Menschen ein Stück Lebensqualität zurückgibt: Für die Tischtennisfreunde Homburg-Erbach war die Verleihung des Hermann-Neuberger-Preises Ende Juli am Sportcampus Saar ein Tag, der lange in Erinnerung bleiben wird.
Den Grundstein für diesen Erfolg legte Vereinsmitglied Uwe Junkes bereits vor rund einem Jahr. Er reichte die Bewerbungsunterlagen ein und lenkte den Blick der Jury damit auf die inklusive Arbeit des Vereins. Im Mittelpunkt steht dabei das Angebot für Menschen mit Parkinson, die über den Tischtennissport neue Bewegungsfreude und vor allem Gemeinschaft erleben.
Die erfreuliche Nachricht erreichte die Homburger im Mai: Ihr Verein zählt zu den fünf saarländischen Klubs, die für ihr soziales Engagement und ihre Integrationsarbeit ausgezeichnet werden. Am vergangenen Dienstag machten sich schließlich acht Vereinsmitglieder auf den Weg zum Sportcampus, um die Ehrung persönlich entgegenzunehmen.
Der Hermann-Neuberger-Preis gehört zu den bedeutendsten Auszeichnungen des saarländischen Sports. Vergeben wird er vom Landessportverband für das Saarland (LSVS) gemeinsam mit seinen Partnern. Gewürdigt werden Vereine, die sich sowohl in der Nachwuchsförderung als auch im sozialen Bereich in besonderer Weise verdient machen.
Im Sportlertreff des Campus, wo für die Homburger Delegation bereits ein Tisch reserviert war, begrüßte zunächst Florian Hartmann, Vorstand Sport und Vermarktung des LSVS, die Gäste. Nach einem musikalischen Beitrag ergriff Innen- und Sportminister Reinhold Jost das Wort. In seiner Ansprache warb er nachdrücklich für den Vereinssport und betonte die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamts. Zugleich erinnerte er an die Special Olympics, die das Saarland in diesem Jahr eine Woche lang geprägt hatten.
Schon als zweiter Verein rückten die Tischtennisfreunde in den Mittelpunkt. Ein kurzer Videobeitrag stellte ihre Arbeit mit Parkinson-Erkrankten vor und machte deutlich, welchen Stellenwert das inklusive Angebot inzwischen einnimmt. Unter großem Applaus nahmen Thorsten Schmitt und Kurt Pierrot stellvertretend für den Verein Urkunde und Scheck entgegen.
Nach der Ehrung der weiteren Vereine folgte die Vergabe des Preises für herausragende Nachwuchsförderung. Aus Sicht des Tischtennissports war die Auszeichnung des 1. FC Saarbrücken besonders erfreulich, der mit der Hermann-Neuberger-Plakette den zweiten Platz belegte. Den Hauptpreis sicherte sich der TV Germania Dillingen für seine Arbeit im Trampolinsport.
Ein gemeinsames Gruppenfoto aller ausgezeichneten Vereine und die Einladung zum Buffet bildeten den geselligen Abschluss eines Abends, der die Homburger nicht nur mit einer Urkunde, sondern auch mit viel Rückenwind für ihre weitere Arbeit nach Hause entließ.



















