Ein Boot aus Glas, das für die Zerbrechlichkeit der Natur steht: Die „Glasarche 3“ legt auf ihrer Reise durch Deutschland einen längeren Halt im Bliesgau ein. Ihr Ankerplatz liegt am Skulpturenweg unmittelbar hinter dem Römermuseum in Homburg-Schwarzenacker. Vom 25. August bis zum 2. November ist das Kunstwerk dort zu sehen.
Die Botschaft hinter dem Projekt ist so klar wie eindringlich. Die Natur, so das Bild der gläsernen Arche, ist verletzlich und entgleitet dem Menschen, wenn dieser sie nicht schützt. Weil wir von ihr abhängig sind, liegt ihr Erhalt letztlich in unserem eigenen Interesse. Die Arche versteht sich zugleich als Symbol eines friedvollen Miteinanders und soll besondere Orte und Menschen miteinander verbinden.
Der gewählte Standort am Pfänderbach ist kein Zufall. Das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau begreift sich seit Jahren als Modellraum für Nachhaltigkeit, in dem Naturschutz, Bildung und regionale Entwicklung eng ineinandergreifen. Genau diese Ausrichtung soll die „Glasarche 3“ an ihrem Platz im Freien sichtbar machen und künstlerisch verdichten.
Den offiziellen Auftakt bildet eine Vernissage am Samstag, 29. August, von 16 bis 17 Uhr direkt an der Arche (Am Pfänderbach, 66424 Homburg). Erwartet werden Grußworte von Landrat Frank John, vom Beigeordneten Philipp Scheidweiler als Vertreter der Stadt Homburg sowie von Sibylle Wiesemann, der Umweltbeauftragten der Evangelischen Landeskirche der Pfalz. Steffen Glombitza vom Arbeitskreis Biosphäre und Kirche führt kurz in die Botschaft des Projekts ein.
Musikalisch begleitet das „Collegium Vocale“ unter der Leitung von Dekanatskantor Christian von Blon die Feierstunde, die mit einem kleinen Umtrunk ausklingt. Wer teilnehmen möchte, wird um vorherige Anmeldung per E-Mail an steffen.glombitza@bistum-speyer.de gebeten.
Verantwortlich dafür, dass die Arche überhaupt in die Region gefunden hat, ist der Arbeitskreis „Eine Welt“ der Pfarrei Heilige Familie Blieskastel, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Biosphäre und Kirche des Biosphärenvereins Bliesgau. Getragen wird das Vorhaben von einem breiten Bündnis, zu dem unter anderem das Bistum Speyer, die Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, der Biosphärenzweckverband, mehrere Dekanate, das Kulturamt der Stadt Homburg, der Lions Club Homburg Saar-Pfalz, der Saarpfalz-Kreis und die Saarpfalz-Touristik gehören.
Während der gut zwei Monate am Skulpturenweg bleibt es nicht bei der stillen Betrachtung. Zahlreiche Veranstaltungen begleiten die Ausstellung und nähern sich auf kulturelle wie spirituelle Weise den Fragen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit. Das vollständige Programm sowie weitere Termine sind über den Biosphärenverein Bliesgau erhältlich; Ansprechpartner ist Steffen Glombitza, erreichbar unter 06842/7060205.


















