Ein Mann, der vor Königin Victoria und dem Papst spielte, bei der Eröffnung des Eiffelturms dabei war und schließlich in St. Ingbert sesshaft wurde: Das Leben des Christian Schetting klingt wie ein Abenteuerroman. Genau diese Geschichte erzählt der ehemalige St. Ingberter Lehrer Stephan Friedrich am Dienstag, 10. November, um 19.30 Uhr bei einem Vortrag, zu dem das St. Ingberter Literaturforum und die Stadtbücherei gemeinsam einladen.
Unter dem Titel „Von der Cowboy Band zur Bergkapelle“ zeichnet Friedrich den Werdegang eines Musikers nach, dessen Biografie in den „St. Ingberter Biografien 2“ erschienen ist. Schetting war später Kapellmeister der Bergkapelle St. Ingbert – doch bevor er diese ehrenvolle Aufgabe übernahm, führte ihn sein Weg quer über zwei Kontinente.
17 Jahre lang spielte er in der Cowboy Band von Buffalo Bills Wild-West-Show, einer der größten Unterhaltungsshows ihrer Zeit. Mit ihr bereiste er ganz Europa und die Vereinigten Staaten und trat vor gekrönten Häuptern und Kirchenoberhäuptern auf. Die Auftritte vor Königin Victoria und dem Papst markieren nur zwei Stationen einer Karriere, die kaum glanzvoller hätte beginnen können.
Schließlich landete Schetting in St. Ingbert. Von 1909 bis 1931 stand er an der Spitze der Bergkapelle und führte das Ensemble durch Jahre, die von Krisen und Umbrüchen geprägt waren. Aus dem gefeierten Weltenbummler wurde ein verlässlicher Kapellmeister einer saarländischen Bergmannskapelle.
Musikalisch begleitet wird der Vortrag von einem kleinen Teil der Bergkapelle St. Ingbert. Zu hören sind dabei Auszüge aus dem Buffalo-Bill-Konzert, das die Kapelle bereits am Donnerstag, 22. Oktober, in der Stadthalle auf die Bühne bringt. So verbindet der Abend die Erzählung mit genau jenen Klängen, die Schettings ungewöhnliche Laufbahn prägten.
Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist allerdings erwünscht. Weitere Informationen gibt es bei der Stadtbücherei telefonisch unter 06894/9225711 oder per E-Mail an stadtbuecherei@st-ingbert.de.




















