Trockenheit, gesunkene Erträge und wirtschaftlicher Druck setzen den landwirtschaftlichen Betrieben zu – auch im Saarland. Die von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer angekündigten zusätzlichen Hilfen kommen deshalb zur richtigen Zeit, findet Alwin Theobald. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion begrüßt das Signal aus Berlin ausdrücklich – knüpft daran aber eine klare Erwartung an die Landesregierung.
„Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer setzt angesichts von Trockenheit, Ertragseinbußen und wirtschaftlichem Druck die richtigen Signale“, erklärt Theobald. Liquiditätshilfen, günstigere Kredite und weitere Entlastungen könnten Betrieben helfen, akute Engpässe zu überbrücken. Entscheidend sei für ihn dabei vor allem eines: dass diese Unterstützung schnell und unbürokratisch auf den Höfen ankomme.
Doch mit reiner Krisenhilfe gibt sich der Agrarpolitiker nicht zufrieden. Trockenheit und wachsende Wetterrisiken belasteten die saarländischen Betriebe ebenso wie niedrige Erzeugerpreise und hohe Kosten. Statt nach jedem Wetterextrem erneut auf Nothilfen angewiesen zu sein, brauche die Landwirtschaft bessere Möglichkeiten, selbst vorzusorgen.
Ein zentraler Hebel dafür ist aus Theobalds Sicht die sogenannte Mehrgefahrenversicherung, die Betriebe gegen Schäden durch Wetterrisiken absichert. Andere Bundesländer bezuschussten solche Policen bereits, und auch auf Bundesebene werde derzeit über eine stärkere Förderung beraten. Das Saarland solle diese Entwicklung nicht nur mittragen, sondern zugleich prüfen, wie die Eigenvorsorge der heimischen Betriebe schon jetzt gestärkt werden könne. „Wer Eigenvorsorge fordert, muss Eigenvorsorge auch ermöglichen“, so Theobald.
Neben der Absicherung gegen Wetterrisiken müssten aus seiner Sicht auch Investitionen leichter werden – etwa in Bewässerung und Wasserrückhaltung. Er fordert weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und Förderprogramme, die sich an der Praxis orientieren. Klimaanpassung, betont Theobald, gelinge besser gemeinsam mit den Landwirten als durch immer neue Auflagen für sie.
Am Ende steht für den CDU-Politiker eine grundsätzliche Frage: Landwirtschaft sichere Ernährung, Wertschöpfung und die Kulturlandschaft. Wer auch künftig heimische Lebensmittel auf den Tellern haben wolle, müsse dafür sorgen, dass sich das Wirtschaften auf den Höfen weiterhin lohne.




















