Start Polizeimeldungen St.Ingbert | Extremwetterlage: Jede Menge Arbeit für die Rettungskräfte

St.Ingbert | Extremwetterlage: Jede Menge Arbeit für die Rettungskräfte

Symbolbild

Am frühen Freitagmorgen kam es im Bereich von St. Ingbert mitsamt Stadtteilten zu heftigen Gewittern mit Starkregen von ca. 50l/m². Saarlandweit war der Bereich St. Ingbert am schwersten vom Unwetter betroffen. Aufgrund dieser Extremwetterlage kam es neben vielen Notrufen über die 110 auch zu ca. 50 Mitteilungen über die Amtsleitung der Polizeiinspektion St. Ingbert, die unmittelbar mit dem Unwetter in Zusammenhang standen. Um 0:08 Uhr erfolgte auch ein Gesamtstadtalarm für alle Löschbezirke in St. Ingbert. Zusätzlich kam das THW zur Führungsunterstützung zum Einsatz.

In einigen Straßen in der Innenstadt von St. Ingbert  stieg das Wasser über einen Meter an. Unzählige Keller wurden mit Regenwasser geflutet. Eine Tiefgarage in der Innenstadt lief ebenfalls komplett mit Wasser voll. Da innerhalb kürzester Zeit 60-70 l Regen auf einen Quadratmeter fielen, konnte das Kanalsystem das Wasser nicht mehr aufnehmen. Die Folgen: die Polizei St.Ingbert verzeichnete 32 ausgeschwemmte Kanaldeckel, welche durch die Beamten erneut eingesetzt werden mussten. Hierzu kommen noch weitere, die seitens der durchgängig alarmierten St. Ingberter Feuerwehren neben einer Vielzahl anderer Tätigkeiten bewältigt wurden.

In den tiefergelegenen Straßen blieben Fahrzeuge im Wasser stecken und mussten von Abschleppwagen geborgen werden. Der Bereich Poststraße-Schmelzerparkplatz-Parkplatz zur Großbach war zwischenzeitlich eine komplette Seenlandschaft. Straßen mussten von Schutt beseitigt werden. Die Feuerwehr in St. Ingbert wurde von weiteren Einsatzkräften mit Fahrzeugen aus dem Saarpfalz-Kreis, aus dem Kreis Neunkirchen und dem Regionalverband unterstützt.

St. Ingbert: THW pumpt Tiefgarage in der Innenstadt leer
Foto: Markus Zintel / Feuerwehr

Zudem meldeten Bürger 16 Gefahrenstellen im Verkehr, welche aus umgestürzten Bäumen, überfluteten Straßen und sonstigen Hindernissen bestanden. Bei vier Verkehrsunfällen kam es lediglich zu Sachschäden. Im Rahmen der einzelnen Einsätze konnten immer wieder verlorene Kfz-Kennzeichen aufgefunden werden, welche bei der Polizei hinterlegt wurden. (Polizeiinspektion St. Ingbert unter 06894/1090)

In den frühen Morgenstunden beruhigte sich die Lage etwas. Mit Anbruch des Tages ist nun das Ausmaß für viele Bürger sichtbar und es wird auch jetzt erst bemerkt, dass deren Keller unter Wasser steht. Dies führt nochmal zu einem Anstieg an Einsatzmeldungen. Die ehrenamtlichen Kräfte sind somit seit acht Stunden voll im Einsatz und beseitigen die Spuren des Unwetters. Zwischenzeitlich unterstützen mehrere THW-Ortsverbände mit Großpumpen beim Abpumpen. Die Aufräum- und Reinigungsarbeiten werden vermutlich noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Derzeit sind ca. 175 Einsätze registriert, jedoch geht diese Zahl gegen 200. Es sind ca. 150-200 Einsatzkräfte im Einsatz. Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Polizei keine Erkenntnisse über verletzte Personen im Zusammenhang mit dem Unwetter. Angaben über die Gesamtschadenshöhe können nicht getroffen werden.

 

 

 

 

 

 

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