Sport verbindet – und schafft Freundschaften, die weit über die sportliche Disziplin hinausreichen. Mehr als 25 Aktive aus verschiedenen Vereinen der Region nutzten die Tage rund um Christi Himmelfahrt für einen Besuch in der französischen Partnerstadt La Baule. Koordiniert wurde die Reise von Simone Lukas, die das Programm zwischen Trainingseinheiten, Begegnung und Kultur austarierte.
Im Zentrum standen gemeinsame Lehrgänge und Trainingseinheiten, bei denen sich die deutschen und französischen Sportlerinnen und Sportler über die jeweiligen Vereinsgrenzen hinweg austauschten. Mit dabei waren unter anderem Vertreter des Schützenvereins Reiskirchen, Aikidoka, Boulespieler sowie Billardfreunde – jede Gruppe brachte ihr eigenes Können und ihre eigene Tradition in die Begegnung ein.
Ein besonderer Moment war die Premiere des Blasrohrschießens bei den Schützen in La Baule. Die Reiskirchener führten die französischen Gastgeber in diese Disziplin ein und stießen auf großes Interesse. Auf französischer Seite revanchierte sich Vereinsvertreterin Evelyne Sotin, die den deutschen Gästen in der örtlichen Wettkampfhalle die Feinheiten des französischen Billards vermittelte. Auch Bouleabende und Aikido-Lehrgänge zeigten, wie schnell aus sportlichem Üben echte Begegnung wird.

Neben dem sportlichen Programm blieb Raum, die Region kennenzulernen. Der weite Strand von La Baule lud zu Wanderungen ein, regionale Spezialitäten wurden in geselliger Runde verkostet, und auf den Ausflügen lernten die Teilnehmenden Orte des natürlichen wie industriellen Erbes der Atlantikküste kennen. Gerade diese Mischung aus Sport, Landschaft und Kultur, so der Eindruck der Reisegruppe, mache den Austausch so wertvoll.
Finanziell getragen wurde die Begegnung in wesentlichen Teilen vom Deutsch-Französischen Bürgerfonds. Dieser fördert gezielt auch Vereinsmitglieder über 30 Jahre und schließt damit eine Lücke, die in klassischen Jugendaustauschprogrammen oft bleibt. Ohne solche Unterstützung, betonen die Organisatoren, wäre eine Reise in diesem Umfang kaum denkbar.
Für alle Beteiligten steht fest: Der Besuch in La Baule war mehr als ein sportliches Treffen. Er hat persönliche Verbindungen vertieft, neue Kooperationen zwischen den Vereinen angestoßen und ein Fundament gelegt, auf dem die kommenden Begegnungen aufbauen können. Die Rückreise nach Homburg trat die Gruppe mit dem Vorsatz an, den Faden bald wieder aufzunehmen – beim nächsten Gegenbesuch der französischen Freunde.






















