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Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat im Rahmen der heutigen Plenarsitzung des saarländischen Landtages die Fehlquote beim Sonderkontingent für medizinisches Personal scharf kritisiert.

Dazu Bachmann: „Für den vergangenen Samstag haben wir in enger Abstimmung mit der KV Saarland in den saarländischen Impfzentren 200 Sondertermine für medizinisches Personal ermöglicht. Heute müssen wir feststellen, dass 54% dieser Sondertermine nicht wahrgenommen wurden. Ich empfinde es als höchst unsolidarisch gegenüber allen, die auf einen Impftermin warten – insbesondere, weil ein Teil der Absagen ohne Begründung erfolgt ist.“

Zu den Hintergründen, warum die Termine nicht wahrgenommen wurden, erläutert die Gesundheitsministerin: „Wir nehmen bundesweit ein Akzeptanzproblem für den Impfstoff AstraZeneca wahr, hauptsächlich aus dem medizinischem Bereich. Aus allen vorliegenden Erkenntnissen und Expertenmeinungen sind diese Bedenken nur schwer nachvollziehbar. Gemeinsam mit dem Bund, dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und der Ständigen Impfkommission (STIKO) müssen wir deutlich machen, dass die Bedenken unbegründet sind.“

KV: VIELE ÄRZTE HABEN ÜBERHAUPT KEINE EINLADUNG BEKOMMEN

Laut der saarländischen Vereinigung der Kassenärzte (KV) sollen aber vorwiegend organisatorische Probleme die Ursache der Fehlquote gewesen sein und widerspricht damit der Gesundheitsministerin. KV-Vorstandvorsitzender Gunter Hauptmann erklärt, dass viele Kollegen und Kolleginnen überhaupt keine Einladung zu den Terminen in den drei saarländischen Impfzentren bekommen hätten. Auch die angesprochene Skepsis gegenüber dem Impfstoff von AstraZeneca sei kein Grund, da nur ein Bruchteil der Ärzte und Ärztinnen Vorbehalte hätten.

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Laut RKI (Stand: 14.02.2021) wurden nach beruflicher Indikation bisher rund 8890 Personen mit der ersten Dosis und 2882 Personen mit der zweiten Dosis im Saarland geimpft. Allerdings beinhalten diese Angaben alle Personen, die nach beruflicher Indikation in die Priorisierungsgruppe I fallen. Am UKS, dem größten saarländischen Klinikum, wurden mit Stand vergangenen Freitag bisher 900 Personen (erst-)geimpft.

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