Letzte Woche fand am Universitätsklinikum in Homburg die Auftaktveranstaltung zum Projekt „Auditierungsprozess zur Entwicklung von Schutzkonzepten und Compliance-Maßnahmen statt.

Prof. Dr. Jörg M. Fegert und sein erfahrenes Team aus wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Uniklinikum Ulm begleiten die Auditierung und Weiterentwicklung des Schutzkonzeptes zur Gewaltprävention am UKS. Prof. Fegert ist bundesweit und international anerkannter Experte in Sachen Kinderschutz und Schutzkonzepte in Institutionen.

„Das UKS soll für alle Personengruppen ein geschützter Ort sein, an dem sich Menschen angenommen und sicher fühlen. Auch wenn alle Experten sagen, einen 100%igen Schutz vor Gewalt und Missbrauch wird es nie geben, war klar, dass ein möglichst umfassendes Schutzkonzept für alle Menschen im UKS etabliert werden muss. Dieses Konzept wurde im Vorjahr im Zuge der Aufarbeitung der Missbrauchsverdachtsfälle in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie erarbeitet, weiterentwickelt und liegt nun in der aktuellsten Fassung 3.0 vor,“ erläutert Professor Dr. Wolfgang Reith, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKS. „Wir danken Herrn Professor Fegert aus Ulm, der uns bei der kontinuierlichen Aufgabe der Schutzkonzept-Weiterentwicklung und der Durchführung von Workshops mit seiner Expertise die nächsten anderthalb Jahre begleiten wird.“

„Ich freue mich sehr, mit unserem Team das Universitätsklinikum des Saarlandes im Rahmen dieses Projektes unterstützen zu dürfen und lade alle Mitarbeitenden ein, am Prozess teilzuhaben und ihre Erfahrungen einzubringen“, betont Prof. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/ Psychotherapie im Uniklinikum Ulm. Fegert ist u.a. Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates für Familienfragen im Bundesministerium und Mitglied im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen und Mitglied der Kommission Kinderschutz im Saarland.

v.l.n.r. Prof. Dr. Wolfgang Reith, Prof. Dr. Michael Zemlin, Matthias Katsch, Henrik Eitel, Prof. Dr. Jörg M. Fegert – Bild: Schütz

Auch Staatssekretär und UKS-Aufsichtsratsvorsitzender Henrik Eitel bekräftigt anlässlich der Auftaktveranstaltung: „Ich bin sehr froh über den Start dieses überaus wichtigen Projektes. Für eine Einrichtung wie das Universitätsklinikum gibt es eine Voraussetzung, ohne dass sie auf Dauer nicht existieren kann. Diese Voraussetzung heißt Vertrauen. Die Missbrauchsverdachtsfälle in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie haben Vertrauen zerstört. Dies dürfen wir in keiner Weise beschönigen. Der erste Schritt, um dieses Vertrauen wiederaufzubauen, ist die selbstkritische Aufarbeitung dieser Fälle. Im zweiten daraus resultierenden Schritt sind Maßnahmen zu ergreifen, die Ähnliches für die Zukunft ausschließen. Mit der Entwicklung eines umfassenden Schutzkonzeptes zieht die Klinik die richtigen Konsequenzen aus dem Geschehenen.“

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