Krebs im Bauchraum gehört zu den Diagnosen, die Betroffene und Angehörige mit einem Schlag aus dem Alltag reißen. Welche Behandlungswege die moderne Medizin bei Tumoren von Darm, Speiseröhre, Leber und Bauchspeicheldrüse eröffnet, darüber informiert das Universitätsmedizinische Zentrum für Tumorerkrankungen des Saarlandes (UTS) am Donnerstag, 26. März 2026, von 17 bis 19 Uhr auf dem Campus des Universitätsklinikums des Saarlandes in Homburg. Die Veranstaltung ist kostenlos, wird von der Deutschen Krebshilfe gefördert und steht allen offen – ob vor Ort im Seminarraum 1 des Zentralen Hörsaalgebäudes oder per Online-Zuschaltung.
Fünf Fachvorträge bilden das Programm des Abends. Dr. Antje Schulz, Oberärztin der UKS-Allgemeinchirurgie, widmet sich den Behandlungsmöglichkeiten bei erblichem Darmkrebs. Ihr Kollege Dr. Sebastian Holländer, Geschäftsführender Oberarzt derselben Abteilung, beleuchtet die Frage, ob chronischer unbehandelter Reflux das Risiko für Speiseröhrenkrebs erhöht. Leitender Oberarzt Dr. Gereon Gäbelein nimmt sich eines Themas an, das viele Patientinnen und Patienten verunsichert: Was bedeutet ein auffälliger Befund in der Leber, und welche Schritte folgen daraus? Prof. Dr. Matthias Glanemann, Direktor der UKS-Allgemeinchirurgie, stellt aktuelle Operationstechniken bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse vor. Im Anschluss an die Vorträge lädt Vanessa-Nina Roth-Weiss vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V. zu einer offenen Fragerunde und zum persönlichen Gespräch ein.
Der direkte Austausch zwischen Fachleuten und Publikum steht dabei ausdrücklich im Mittelpunkt. Fragen sind nicht nur nach den Vorträgen willkommen, sondern können jederzeit während der gesamten Veranstaltung gestellt werden. Gerade bei komplexen Diagnosen wie Bauchspeicheldrüsen- oder Leberkrebs, bei denen operative Eingriffe oft besonders anspruchsvoll sind, suchen Betroffene nach verständlichen Antworten und konkreter Orientierung. Genau diesen Bedarf will die Veranstaltungsreihe des UTS bedienen.
Hinter dem Angebot steht das Viszeralonkologische Zentrum am UKS, das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert ist. Es bündelt die fachübergreifende Kompetenz in Diagnostik und Therapie von Tumoren im Magen-Darm-Trakt und im Bauchraum. Patientinnen und Patienten erhalten dort individuell zugeschnittene Behandlungskonzepte, die neben chirurgischer Expertise auch psychoonkologische Begleitung und bei Bedarf palliativmedizinische Versorgung umfassen. Die Erfahrung der Chirurginnen und Chirurgen am UKS spielt dabei eine zentrale Rolle, denn gerade bei den oft hochkomplexen Eingriffen in diesem Körperbereich zählt jede Routine.
Das UTS selbst vereint 13 Organkrebszentren und weitere interdisziplinäre Einrichtungen unter einem Dach. Seit 2021 ist es durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert und behandelt Krebserkrankungen leitliniengerecht in hochspezialisierten Abteilungen. Die Informationsreihe richtet sich bewusst nicht nur an bereits Erkrankte, sondern auch an Angehörige und gesundheitsbewusste Menschen, die sich etwa über Vorsorgeuntersuchungen oder Möglichkeiten zur Senkung ihres Krebsrisikos informieren möchten. Kooperationen mit regionalen Selbsthilfegruppen ergänzen das Programm.
Wer am 26. März nicht persönlich nach Homburg kommen kann, hat die Möglichkeit, sich mit jedem internetfähigen Gerät virtuell zuzuschalten. Voraussetzung für die Online-Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an uts [at] uks.eu. Nach der Registrierung wird der Einwahl-Link zugeschickt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum gesamten Programm des UTS finden sich unter www.uks.eu/uts
Gefördert wird der onkologische Patientenkongress von der Deutschen Krebshilfe, die 1974 von Dr. Mildred Scheel gegründet wurde und als größter privater Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung in Deutschland gilt. Die Organisation finanziert sich ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen und engagiert sich unter dem Leitsatz „Helfen. Forschen. Informieren.“ für Prävention, Forschung, Therapie und psychosoziale Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten.


















