Das Internet ist mittlerweile zur Gewohnheit geworden: Chatten via Whatsapp, den Status bei Facebook aktualisieren oder legendäre Katzenvideos auf YouTube schauen gehört für einen Großteil der Bevölkerung zur Normalität. Auch ein Onlinemagazin wie HOMBURG1 wäre ohne das WorldWideWeb undenkbar.

Für viele dieser Anwendungen waren und sind die bisher verfügbaren Bandbreiten und Geschwindigkeiten auch ausreichend – sofern in der eigenen Gemeinde Internet verfügbar ist. Denn auch in der Kreisstadt mit den umliegenden Vororten gibt es noch „weiße Flecken“. Dort ist der Weg ins Internet teilweise gar nicht möglich oder nur mit geringsten Geschwindigkeiten. Durch die fortwährende Digitalisierung der Gesellschaft sind mittlerweile aber sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben deutlich höhere Bandbreiten erforderlich. Ob Industrie 4.0, Videochat, Fernsehen oder die Nutzung von Cloud-Diensten: der Bedarf an schnellem Internet hat sich im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter entwickelt.

Bis Ende des Jahres möchte die Stadt Homburg in Zusammenarbeit mit der Telekom nun ein schnelles Internet realisieren. Hierbei werden die bisher bestehenden Kupferleitungen von den Vermittlungsstellen bis zu den Verteilerkästen am Straßenrand durch moderne Glasfaserkabel ersetzt. „Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf. Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen an die Politik gestellt werden. Der Breitband-Ausbau war auch ein Wahlversprechen von mir und ich freue mich, dieses mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung einlösen zu können.“ erklärt Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind.

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Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und Bruno Stolz (Deutsche Telekom) unterschreiben die Kooperationsvereinbarung

Rund 17.000 Haushalte werden ab Ende 2016/2017 von der geplanten Umsetzung profitieren. Bis dahin soll der Umbau abgeschlossen sein. „Die Planungen sind kurz vor dem Abschluss, bald wird gegraben“, freut sich Bruno Stolz, Regio-Manager für den Breitbandausbau der Deutschen Telekom im Saarland. „In Homburg werden rund 39 Kilometer Glasfaserkabel neu verlegt und 74 neue Netzverteiler aufgebaut werden. Wir werden die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten und gehen in überschaubaren Bauabschnitten voran.“

breitband_homburg_2016-3Sowohl von Bruno Stolz als auch von Rüdiger Schneidewind gab es Lob für die bisherige Zusammenarbeit. Während der Telekom-Vertreter die positiven Kontakte zu den Stadtwerken und Bauamt hervorhob, ist es für die Stadt Homburg Frau Dagmar Pfeiffer (Wirtschaftsförderung Homburg), die durch ihr Engagement dieses Projekt begleitete und mit auf den Weg brachte. Ein Projekt, welches übrigens nicht den Stadthaushalt belasten wird, wie der Oberbürgermeister erklärt: „Natürlich hat auch die Stadt ihren Beitrag zu leisten, allerdings wird dies nicht finanziell sein. Wir sind zum Beispiel bei Genehmigungsverfahren oder im Bereich der Wegesicherung im Rahmen der Bauarbeiten involviert.“

Interessenten für den neuen Anschluss können sich schon jetzt im Telekom-Shop in der Homburger Eisenbahnstraße 22 oder auf www.telekom.de/schneller informieren und gegebenenfalls vorab registrieren.

Hintergrund: 

Drei Schritte zum schnellen Internet

1.Schritt: Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.

2.Schritt: Die grauen Kästen am Straßenrand werden intelligent. Sie werden mit modernster Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Hier werden unter anderem die Datenpakete vom Kupferkabel auf die Glasfaser übergeben. Diese sogenannten Multifunktionsgehäuse (MFG) werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Foto: Deutsche Telekom AG
Foto: Deutschen Telekom AG

3.Schritt: Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird mit der Vectoring-Technik schneller. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- oder Herunterladen möglich. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos über das Netz. Das neue Netz wird so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

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4 Kommentare

  1. Wird der Internetzugang in reiskurchen dann auch schneller?das ist meine Frage. Denn wir nutzen im Moment den Hybrid Router der Telekom. In reiskirchen war ohne Hybrid Router nichts möglich. Meine Frage wird hier auch gegraben?

    • Hallo Frau Bachmann, über einzelne Baumaßnahmen haben wir als Nachrichtenmagazin natürlich keine Informationen. Die Umsetzung des „schnellen Internet“ für Homburg liegt in den Händen der Telekom. Sicherlich können ihnen die Mitarbeiter per Telekom oder im Shop genauer Auskunft geben, wie es mit dem Internetausbau in Reiskirchen aussieht.

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