three silver paint brushes on white textile
Symbolbild - Foto: Anna Kolosyuk

Der neue Saar-Pass könnte aus Sicht der Saar-Grünen mehr sein als ein Schlüssel zu den Kulturangeboten zwischen Perl und Homburg. Die Partei plädiert dafür, das Modell auch europäisch zu denken und mit dem grenzüberschreitenden Museums-PASS-Musées zu verknüpfen. So ließe sich, argumentiert der Landesverband, aus einer guten Idee ein echter Standortvorteil für die Region machen.

Grundsätzlich findet das neue Angebot bei den Grünen Anklang. Volker Morbe, Landesvorsitzender der Partei, sieht im Saar-Pass eine sinnvolle Möglichkeit, die kulturelle und touristische Vielfalt des Saarlandes wieder stärker in den Alltag der Menschen zu rücken. „Der Saar-Pass ist eine gute Idee. Für einen überschaubaren Preis erhalten die Menschen Zugang zu einer großen Bandbreite an Kultur-, Freizeit- und Tourismusangeboten“, sagt Morbe.

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Für ihn liegt darin auch eine identitätsstiftende Komponente. Wer die Museen, Bühnen und Naturräume des eigenen Bundeslandes kennenlerne, entwickle automatisch eine engere Bindung zur Region. Genau dieses Argument hatte zuletzt auch die Landesregierung bei der Vorstellung des Passes ins Feld geführt. Die Grünen wollen den Gedanken nun jedoch weitertragen – über die Landesgrenzen hinaus.

Konkret schlagen sie eine Anbindung an den Museums-PASS-Musées vor. Dieser ermöglicht Zugang zu mehr als 350 Museen, Schlössern und Gärten in Deutschland, Frankreich und der Schweiz sowie zu über 1.000 Sonderausstellungen. „Für eine europäische Grenzregion wie das Saarland wäre das eine spannende Perspektive, die den Bürger:innen den Zugang zu einer außergewöhnlichen kulturellen Vielfalt ermöglichen würde“, so der Landesvorsitzende. Eine Prüfung der technischen und organisatorischen Machbarkeit solle daher zügig erfolgen.

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Morbe verweist auf die geografische Mittellage des Saarlandes, die bislang vor allem wirtschaftlich diskutiert werde. Kulturell, findet er, bleibe das Potenzial einer Region zwischen Frankreich, Luxemburg und Belgien noch deutlich unter den Möglichkeiten. Der Saar-Pass könne hier den Türöffner spielen – wenn die Politik bereit sei, ihn nicht als Endpunkt, sondern als Auftakt zu verstehen.

„Das Saarland liegt im Herzen Europas. Diese Lage sollten wir nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell stärker nutzen“, betont Morbe. Der Pass zeige, welches Potenzial in einer gemeinsamen Vermarktung von Kulturangeboten stecke. Nun sei die Landesregierung am Zug, um grenzüberschreitende Kooperationen gezielt voranzubringen. Ein erweiterter Pass würde aus Sicht der Grünen sowohl Einheimischen als auch Gästen ein klares Signal senden: Kultur kennt im Saarland keine Schlagbäume.

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