Saatgutbörse - Bild: Patric Biest
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Am 02. März werden von 09.00 -13.00 Uhr im Kuppelsaal des Rathauses Nutzgärtner fündig, die das Besondere suchen.

Denn das kleine Pflänzchen “Saatguttauschbörse”, das in seinen beiden ersten Jahren in der St. Ingberter Stadtbücherei durchgeführt wurde, wird nun aufgrund von gestiegenem Platzbedarf in den Kuppelsaal des Rathauses verpflanzt. Gerade für Naturgärtner im Bereich Nutzgarten gibt es noch viel zu selten eine gute Auswahl an regionalen Nutz- oder Zierpflanzen zu kaufen. Sorten, die vor 100 Jahren noch weit verbreitet waren und zum Teil über Generationen weitervererbt wurden, sind heute leider fast in Vergessenheit geraten. So gingen bereits über Dreiviertel der Kultursorten im Zuge des intensiven, technisierten Anbaus verloren.

Kulinarische Schätze, die einen großen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt in unserer Heimat leisten. Eine wertvolle genetische Vielfalt, die wir erhalten müssen, da gerade die alten Sorten es aufgrund ihrer Genetik schaffen, sich an ändernde Lebensbedingungen anzupassen. Traditionelle Sorten überzeugen mit ihrer Vielfalt in Geschmack, Aussehen und Nutzung, aber auch durch Robustheit und Anpassungsfähigkeit. Ein absolut wichtiger Aspekt, gerade in Bezug auf klimatische Bedingungen.

Aber kaum jemand kennt heute noch die alten Sorten, die bereits unsere Großeltern im Nutzgarten angebaut haben. Daher bieten wir ganz nach dem Motto “Essen statt Vergessen” eine ganz besondere Saatgutbörse an. Sorten, die nicht jeder hat und regionale Sorten können hier “ertauscht” werden.

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Wer sich gerne mit seinem Saatgut beteiligen möchte, kann sich gerne vorab zur besseren Planung mit seinem Platzbedarf bei KGoedtel@st-ingbert.de anmelden. Aber auch Interessierte, die selbst nichts zum Tauschen haben, sind natürlich herzlich willkommen.

Neben der Saatgutbörse wird auch ein vielfältiges, nachhaltiges Rahmenprogramm geboten. So wird der Nachhaltigkeitsbeauftragte der Stadt St.Ingbert, Claus Günther an diesem 2. LED Lampen-Tauschtag alte Glühbirnen gegen energiesparende LED Leuchten tauschen.

Die St. Ingberter Ortsgruppe des NABU wird über den Gartenwettbewerb informieren und auch die in unserer Stadt ansässige Foodsharing Gruppe wird ihre Arbeit präsentieren. Darüber hinaus wird ein spannendes, in St. Ingbert angesiedeltes Projekt von der EURICE – European Research und Project Office GmbH von Tamara Messer vorgestellt. Ein Bürgerwissenschaftsexperiment „Lasst die Bohnen sprießen“, bei dem über 1.000 alte Bohnensorten von Freiwilligen aus ganz Europa angebaut und erforscht werden. Ziel des Experiments ist es, in Vergessenheit geratene Bohnensorten zu erhalten, ihre Eigenschaften besser zu verstehen und sie für die Zukunft, auch angesichts durch den Klimawandel veränderter Bedingungen, nutzbar zu machen.

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