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Verbesserung der Zahngesundheit ist wichtiges Thema –  Handreichung für pädagogische Fachkräfte zur Betreuung kranker Kinder entwickelt 

Am Dienstag (16.02.2016) sind Vertreter aller relevanten Akteure aus dem Bereich der Gesundheitsvorsorge und –versorgung und der Betreuung unter der Leitung von Gesundheitsministerin Monika Bachmann zum zweiten runden Tisch Kindergesundheit zusammengekommen.

„Ausgehend vom ersten Runden Tisch für Kindergesundheit, der im Februar 2014 stattfand, haben die verschiedenen Arbeitsgruppen wichtige Themen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen bearbeitet und heute die Ergebnisse vorgestellt“, sagte Monika Bachmann am Rande des Treffens. „Wir wissen, dass die Probleme der Kinder durch die Medizin allein nicht lösbar sind, sondern dass wir im Lebensumfeld des Kindes ansetzen müssen. Diese Aufgaben können die Akteure nur gemeinsam lösen und ich freue mich, dass dies im Sinne der Kinder auch gelungen ist“, sagte die Ministerin.

Ein wichtiges Anliegen des Runden Tisches war die Verbesserung der Zahngesundheit von Anfang an. Bundesweit nimmt die frühkindliche Karies zu. Ursachen hierfür sind insbesondere gesüßte Tees und Obstsäfte in Nuckelflaschen, die zur Beruhigung des Kindes gereicht werden, aber auch unzureichende Zahnpflege und –vorsorge. „Alle Professionen, die Säuglinge und Kleinkinder betreuen, wollen wir auf  diese Thematik aufmerksam machen und die Eltern über zahngesunde Ernährung und Zahnpflege informieren. Dazu sind  Präsentationen und Flyer entwickelt worden. Hierzu wollen wir auch Ärzte und Zahnärzte, Hebammen, Frühe Hilfen, Kindertageseinrichtungen, Frühförderstellen, Gesundheitsämter und Ehrenamtliche um Unterstützung bitten“, erklärte die Ministerin.

Im Bereich der frühen Hilfen stand die Verbesserung der Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen und der Frühförderung an,  um eine mögliche weitere Unterstützung der im ersten Lebensjahr betreuten Kinder im Sinne von Bereuungsketten zu gewährleisten. In diesem Feld wurde ebenfalls für das Engagement Ehrenamtlicher geworben.

Darüber hinaus hatte eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe eine Handreichung zur Betreuung kranker Kinder in Kitas entwickelt, die im Entwurf vorgestellt wurde. Sie soll dazu beitragen, den pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen mehr Sicherheit im Umgang mit kranken Kindern zu geben. Hintergrund war, dass die Betreuung chronisch kranker Kinder eine besondere Herausforderung für Kindertageseinrichtungen ist.

Um Eltern zu informieren, wo sie Beratung und Behandlung bei Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Störungen ihrer Kinder finden, ist zudem ein Wegweiser zusammengestellt worden, in dem die im Saarland vorhandenen Angebote der Beratung, der medizinischen Diagnostik und Therapie  aufgelistet und beschrieben sind.  Er soll dazu beitragen, die im Einzelfall passenden Hilfen zu finden und wird auf der Homepage des Sozialministeriums eingestellt werden.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann: „Kindergesundheit ist auch ein wesentlicher Schwerpunkt unseres familienpolitischen Programms.  Durch gezielte Information und Aufklärung über die Möglichkeiten der Beratung und Unterstützung aber auch durch wohnortnahe Angebote der Vorsorge und Versorgung können wir die Familien in unserem Land unterstützen.“

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